Bei seiner Pressekonferenz sprach US-Präsident Donald Trump über das Coronavirus.
Bei seiner Pressekonferenz sprach US-Präsident Donald Trump über das Coronavirus. Bild: AP / Alex Brandon

Trumps Pressekonferenz eskaliert – auf Twitter legt er nochmal nach

12.05.2020, 15:27

Die Pressekonferenzen mit Trump sind häufig ein Spektakel. So auch am Montag, als der US-amerikanische Präsident eine Pressekonferenz im Rosengarten des Weißen Hauses abhielt.

Was war passiert?

Donald Trump lief bei der Pressekonferenz einfach davon und ließ die Journalisten sitzen.

Grund dafür waren die Journalisten, die laut Trump "nasty" (etwa "böse, gemein") Fragen stellten. Vor allem diejenigen von CBS-Journalistin Weijia Jiang. Sie sprach Trump auf das große Plakat an, das hinter ihm hing. Groß hieß es: "America leads the world in testing". Weijia wollte also wissen:

"Sie haben oft gesagt, dass die USA bei den Corona-Tests weitaus besser abschneiden als jedes andere Land. Warum ist das wichtig? Warum ist es für Sie ein globaler Wettbewerb, wenn jeden Tag immer noch Amerikaner ihr Leben verlieren und wir immer noch jeden Tag mehr Fälle sehen?"

Trump weicht schnell aus, die Menschen auf der ganzen Land würden ihr Leben verlieren. Dann:

"Und vielleicht ist das eine Frage, die Sie China stellen sollten. Fragen Sie nicht mich. Stellen Sie China diese Frage, okay? Wenn Sie ihnen diese Frage stellen, erhalten Sie vielleicht eine sehr ungewöhnliche Antwort."

Die Journalistin hakt nach: "Wieso sagen Sie das zu mir?" Trump: "Ich sage das nicht spezifisch zu Ihnen, ich sage das zu allen, die eine so gemeine Frage stellen." Weijia Jiang beharrt darauf, dass es keine gemeine Frage sei. Aber Trump will die Frage offenbar nicht beantworten und gibt das Wort weiter.

"Wieso spiele das eine Rolle ...", setzt eine Journalistin an. Sie will ihre Kollegin von CBS unterstützen, Trump nur: "Okay, next question", und zeigt auf eine Journalistin von CNN.

Sie fängt an, "Ich habe zwei Fragen ...", da unterbricht sie Trump schon wieder: "No, it's okay. Next!" Aber die Journalistin von CNN lässt sich nicht beirren, hakt nach. Zu diesem Zeitpunkt ist es bei Trump schon gelaufen. Er bedankt sich bei den Journalisten – und geht.

Die Szene im Video:

Später kritisierte er auf Twitter das Verhalten der Journalisten. Die "Lamestream-Medien" seien wahrhaft außer Kontrolle. Sie würden zusammen arbeiten, beziehungsweise konspirieren und seien der Feind des Volkes.

(reuters/jaw/sda/watson.ch)

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