Sicherheitskräfte am Tatort in Monsey, New York.
Sicherheitskräfte am Tatort in Monsey, New York. Bild: reuters

Angriff auf jüdische Feier nahe New York: Gouverneur spricht von "Terrorakt"

30.12.2019, 06:32

Ein Angreifer hat in der Nacht zum Sonntag im Haus eines Rabbiners in Monsey, im US-Bundesstaat New York, während einer Feier zum jüdischen Chanukka-Fest mehrere Menschen mit Stichen verletzt.

  • Der Gouverneur des Staates New York, Andrew Cuomo, sprach am Sonntag von einem "Terrorakt".
  • "Dies ist ein Terrorakt. Ich denke, dies sind einheimische Terroristen. Sie versuchen, Angst zu verbreiten", sagte Cuomo am Sonntag vor Journalisten.
  • Der Angreifer hatte in kürzester Zeit mindestens fünf Menschen verletzt und war dann mit einem Auto geflüchtet. Die Polizei konnte ihn kurz danach allerdings fassen.
  • Nähere Informationen zu seiner Identität oder einem Motiv gaben die Ermittlungsbehörden bislang nicht bekannt. "Das ist ein großer Alptraum für unsere Stadt", sagte der Bürgermeister der Stadt Monsey.

In der Millionenmetropole New York waren erst kürzlich die Sicherheitsvorkehrungen verschärft worden, nachdem es dort rund ein halbes Dutzend antisemitisch motivierter Angriffe während der Chanukka-Feierlichkeiten gegeben hatte. Mit dem mehrtägigen Lichterfest gedenken Juden jedes Jahr der Neuweihe des Tempels in Jerusalem im Jahre 165 vor der christlichen Zeitrechnung.

Die unversehrt gebliebenen Gläubigen rund um Rabbi Rottenberg setzten ihre Chanukka-Feier nach dem Angriff in der benachbarten Synagoge fort, wie ein Video der lokalen jüdischen Gemeinde bei Twitter zeigt. In dem Kommentar dazu wurde auch der Gesang der Gläubigen übersetzt: "Die Anmut Gottes hat nicht aufgehört und seine Gnade hat uns nicht verlassen."

(ll/pcl/dpa/afp)

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