Bloomberg ist der ehemalige Bürgermeister von New York.
Bloomberg ist der ehemalige Bürgermeister von New York.Bild: imago images/Ritzau Scanpix

"Biden ist zu schwach": Bloomberg will US-Präsidentschaftskandidat werden

08.11.2019, 06:4308.11.2019, 07:29

Der ehemalige New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg bereitet auf einen Einstieg in das Rennen um die Präsidentschaftskandidatur bei den US-Demokraten vor. Das berichten zahlreiche US-Medien am Donnerstag (Ortszeit).

Die "New York Times" schreibt etwa, der 77-Jährige werde in dieser Woche in mindestens einem US-Bundesstaat die Unterlagen für seine Kandidatur einreichen.

Im März hatte der Milliardär, der von 2001 bis 2013 Bürgermeister von New York war, eine Kandidatur bei der US-Präsidentschaftswahl 2020 noch ausgeschlossen. Seit Wochen habe er mit dem Gedanken gespielt, sich nun doch um den Einzug ins Weiße Haus zu bewerben, hieß es unter Berufung auf einen Berater. Die endgültige Entscheiung stehe aber noch aus.

US-Präsidentschaft: Schon jetzt 17 Kandidaten

Den Berichten zufolge entsandte Bloomberg Mitarbeiter nach Alabama, um dort vor Ablauf der Frist am Freitag Unterschriften zu sammeln, die für die Vorwahlen in dem Staat erforderlich sind. Dieser Schritt ist das erste eindeutige Zeichen dafür, dass Bloomberg sich auf eine Kandidatur gegen US-Präsident Donald Trump vorbereitet.

Bloomberg ist einer der reichsten Männer der Vereinigten Staaten. Er war sowohl Mitglied der Republikaner als auch der Demokratischen Partei und als Bürgermeister parteilos. Er gilt als gemäßigt, steht der Finanzwelt nahe und hat nie einen Hehl daraus gemacht, dass ihm die von den Präsidentschaftsanwärtern Bernie Sanders und Elizabeth Warren angekündigten Maßnahmen zu links sind.

"Er denkt, dass Joe Biden schwach ist und Sanders sowie Warren nicht gewinnen können", zitierte die "New York Post" aus dem Umfeld Bloombergs. Schon jetzt bewerben sich 17 Männer und Frauen um die demokratische Präsidentschaftskandidatur.

(hd/dpa/afp/rtr)

Besuch in Moskau: Baerbock dringt auf baldige Friedensgespräche im Ukraine-Konflikt

Bundesaußenministerin Annalena Baerbock hat sich bei einem Treffen mit ihrem russischen Kollegen Sergej Lawrow für eine rasche Wiederaufnahme von Friedensverhandlungen im Ukraine-Konflikt ausgesprochen. Dies sei wichtig für die Sicherheit in Europa, sagte die Grünen-Politikerin vor Journalisten nach ihrem Gespräch mit Lawrow am Dienstag in Moskau. Dazu solle ein nächstes Treffen im Normandie-Format zusammenkommen - also auf Vermittlung Deutschlands und Frankreichs mit der Ukraine und Russland.

Zur Story