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"Besondere Zurückhaltung" – Merkel weicht Nachfolger-Frage aus

Pressekonferenz von Bundeskanzlerin Angela Merkel zusammen mit dem bayerischen Ministerpr
Angela Merkel zu Besuch bei Markus Söder im Freistaat Bayern.Bild: imago images / Sammy Minkoff
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"Besondere Zurückhaltung" – Merkel weicht Nachfolger-Frage aus

14.07.2020, 16:5414.07.2020, 16:54
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Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will ihren Besuch bei Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) nicht als Hinweis auf ihre Präferenz in der Frage der Kanzlerkandidatur verstanden wissen. "Ich kann nur sagen: Bayern hat einen guten Ministerpräsidenten, und der hat mich heute eingeladen", sagte Merkel am Dienstag nach ihrer Teilnahme an einer Kabinettssitzung auf der Insel Herrenchiemsee.

Merkel hält sich bei Nachfolger-Frage sehr zurück

In der Frage ihrer Nachfolge erlege sie sich "eine besondere Zurückhaltung" auf, betonte Merkel. "Deshalb werde ich dazu in keiner Weise und in keinem Umfeld etwas kommentieren." Sie würde derartige Einladungen auch von anderen Ministerpräsidenten annehmen – "unabhängig davon, ob sie sich für den CDU-Vorsitz bewerben oder nicht", sagte die Kanzlerin auf Nachfrage eines Journalisten.

Zu den Bewerbern zählt Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet. Ihm wird auch ein Interesse an der Kanzlerkandidatur nachgesagt.

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Söder wertete Merkels Besuch als "Zeichen des Wiederzusammenfindens über einige schwierige Jahre". Der Besuch sei "ein gewisses Symbol", weil die Schwesterparteien CDU und CSU in den vergangenen Jahren einige Schwierigkeiten miteinander gehabt hätten. "Das ist das Entscheidende – nicht die anderen Fragen", sagte Söder.

(vdv/afp)

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