Nein, dieses Eis ist nicht braun.
Nein, dieses Eis ist nicht braun.Bild: imago /watson-montage

Wer Mövenpick-Eis kauft, unterstützt die AfD? Warum das falsch ist

01.05.2019, 18:4101.05.2019, 18:51

Gerade erst stiegen die Temperaturen in Deutschland auf Eis-am-Stiel-Wetter-Niveau, da warnten bereits einige Aktivisten vor dem Verzehr von Eis aus dem Hause Mövenpick. Denn mit dem Kauf des Eises unterstütze der Käufer angeblich die AfD, so die These.

Boykott-Aufrufe sind schnell in der Welt.

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

Hammer hart 🤦‍♂️

Ein Beitrag geteilt von schau_2_mal_hin (@schau_2_mal_hin) am

Hinter Mövenpick stehe bekanntlich der Milliardär August von Finck. Und weil der wiederum der AfD Unterstützung zu Teil werden ließ (wie "Der Spiegel" und die Schweizer "WOZ" herausgefunden haben), sei das Eis im Grunde AfD-Eis .

Doch ganz so einfach ist die Welt bekanntlich nicht. Thomas Laschyk vom Faktencheck-Portal "Der Volksverpetzer" hat sich die AfD-Eis-These einmal genauer angeschaut. Er kommt zu dem Ergebnis, dass Finck zwar hinter der Hotelkette Mövenpick stehe, aber mit dem Eis nichts zu tun habe. Ursprünglich gehörte das Mövenpick-Eis nämlich dem Hotelier Uli Prager, bevor die Rechte an dem Eis in den 70ern erst an Schöller und später an Nestlé verkauft worden seien. Das Eis habe demnach nichts mit der Mövenpick-Gruppe und deren Gründerfamilie zu tun.

"Das Eis in Deutschland hat nichts mit der Mövenpick Holding zu tun und auch nicht mit von Finck", schreibt Laschyk. Kein AfD-Eis also.

(ts)

Themen

Knutschende Fußballer

1 / 16
Knutschende Fußballer
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Gebt euch mehr Mühe beim Küssen

Preisexplosion im Supermarkt: Butter wird deutlich teurer

Lassen deutsche Verbraucher sich die Butter vom Brot nehmen? Wie die "Lebensmittel Zeitung" berichtet, haben Molkereien massive Preiserhöhungen angekündigt. Der Handel muss wohl bald bis zu 40 Cent mehr je Päckchen Butter zahlen.

Zur Story