Bild

Bild: www.imago-images.de

Seehofer erklärt: Mehr antisemitische und rassistische Straftaten in Deutschland

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat am Dienstag die aktuellen Zahlen zur "politisch motivierten Kriminalität" in Deutschland vorgestellt. Die gute Nachricht: Insgesamt sind die Fallzahlen 2018 zurückgegangen. Aber: Vor allem rassistische und antisemitische Straftaten von rechts sind stark angestiegen.

Die Zahlen im Überblick:

Deutlich mehr antisemitische und rassistische Straftaten

Den bemerkenswertesten Anstieg gab es im Bereich der "Hasskriminalität". Dazu zählen vor allem rassistische und antisemitische Straftaten.

Antisemitische Straftaten sind 2018 um 19,6 Prozent auf 1799 angestiegen, wie Innenminister Seehofer in der Pressekonferenz erklärte. 89,1 Prozent davon könnten dem rechten Spektrum zugeordnet werden. Diese Zuordnung war im vergangenen Jahr mehrfach angezweifelt worden. Seehofer erklärte deshalb: "Es hat eine vertiefte Betrachtung dieser Sachverhalte stattgefunden." Bundeskriminalamt und Ministerium sind sich bei der Zuordnung sicher.

Unter den antisemtischen Straftaten sind 69 Gewalttaten. Auch diese Zahl habe sich nahezu verdoppelt, erklärte BKA-Chef Holger Münch. Die meisten Fälle seien Volksverhetzung gewesen. Das sei vor allem "Aufstachelung zu Hass und Gewalt im Internet", so Münch. An zweiter Stelle stünden Propagandadelikte, worunter etwa Hakenkreuzschmierereien fielen.

Der BKA-Chef erklärte:

"Für die rechte Szene ist Antisemitismus seit jeher ein verbindendes Element."

Auch die Zahl der rassistischen Straftaten von rechts ist deutlich gestiegen. Holger Münch sagte dazu: "Rassistische Einstellungen sind in vielen Teilen der Gesellschaft verankert und entfalten auch strafrechtliche Relevanz." Wurden 2017 noch 1.277 Fälle registriert, waren es 2018 387 mehr. Auch die Zahl der rassistischen Gewalttaten erhöhte sich. Nach 158 rassistischen Gewaltdelikten von rechts im Jahr 2017 waren es 2018 246 Taten.

(fh)

So beleidigte von Storch den Sohn eines Überlebenden des Holocaust

Im Gespräch mit einem BBC-Journalisten und Sohn eines Holocaust-Überlebenden hat die AfD-Politikerin Beatrix von Storch den Mann als dumm bezeichnet. Sie warf ihm vor, keine Ahnung von der Geschichte der Judenverfolgung im Nationalsozialismus zu haben.

Auf Twitter wies der Journalist Sammy Khamis auf die BBC-Radio-Doku hin, in der das Interview veröffentlicht wurde.

In der Radio-Doku beschäftigt sich der Journalist Adrian Goldberg mit dem Brexit und der Frage, ob er einen deutschen Pass …

Artikel lesen
Link zum Artikel