Donald Trump hält seine Tochter Ivanka für viel kompetenter als Kamala Harris.
Donald Trump hält seine Tochter Ivanka für viel kompetenter als Kamala Harris.Bild: ap / Susan Walsh

Trump erntet Spott für seine neueste verrückte Ivanka-Idee

30.08.2020, 10:44

US-Präsident Donald Trump hat sich inzwischen nicht nur auf seinen Herausforderer Joe Biden, sondern auch dessen Vize-Kandidatin Kamala Harris eingeschossen. Auch bei seiner Rede auf dem Parteitag der Republikaner am Freitag (Ortszeit) schoss er wieder in Richtung der Senatorin.

In seiner Rede in Londonderry, New Hampshire, machte sich Trump über die bei den Vorwahlen zur Präsidentschaftskandidatin gescheiterte kalifornische Demokratin lustig – und deutete an, dass seine Tochter Ivanka, die eine seiner Beraterinnen ist, eine bessere Kandidatin für das Amt des Vizepräsidenten oder sogar der Präsidentin wäre.

Trumps nächste verrückte Idee: Ivanka als erste Präsidentin?

"Wissen Sie, ich möchte auch die erste weibliche Präsidentin sehen", hob Trump an. "Aber ich möchte nicht, dass eine weibliche Präsidentin in diese Position kommt, so wie sie es tun würde – und sie ist nicht kompetent. Sie ist nicht kompetent", fuhr er fort. Dann machte er eine Pause. "Die sagen alle: 'Wir wollen Ivanka'", behauptete er und meinte offenbar die Zuschauer. "Ich werfe Ihnen das nicht vor", fügte er grinsend hinzu.

Twitter-User amüsiert

Auf Twitter erntete Trump jede Menge Spott für seine Ivanka-Idee. Manche zeigten sich auch äußerst erstaunt, dass sie gar nicht mitbekommen haben, dass angeblich "alle" sagen, sie wollten Ivanka als Präsidentin.

Trump will kein Frauenhasser sein

Am Tag zuvor hatte Trump, der jeden Abend auf dem Parteitag eine Rede hält, versucht, die Wähler davon zu überzeugen, dass er nicht frauenfeindlich ist und sich für Schwarze Amerikaner eingesetzt habe. Demgegenüber steht eine lange Liste rassistischer und sexistischer Äußerungen des Präsidenten.

Harris, die erste schwarze Frau, die von einer der beiden großen Parteien zur Vizepräsidentin nominiert wurde, ist seit 2017 US-Senatorin und vertritt Kalifornien. Zuvor war sie Generalstaatsanwältin von Kalifornien und davor Bezirksstaatsanwältin von San Francisco.

Trumps Tochter Ivanka sprach ebenfalls auf dem Parteitag. Sie lobte ihren Vater und sagte, er habe Führungsstärke gezeigt, als er im Frühjahr schnell und effektiv auf die Bedrohung durch Covid-19 reagiert habe.

(om)

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Kaum ein US-Präsident war in den ersten 100 Tagen nach Amtseinführung so erfolgreich wie Joe Biden. Er hat nicht nur ein 1,9 Milliarden US-Dollar großes Konjunkturpaket durch den Kongress bekommen, sondern auch noch dafür gesorgt, dass 200 Millionen Impfdosen in den USA verteilt wurden. Über 40 Prozent der US-Amerikaner sind damit geimpft, fast 30 Prozent haben bereits die Zweitimpfung erhalten. Zahlen, von denen wir in Deutschland bisher nur träumen können.

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