Die "Diamond Princess" liegt in Quarantäne im Hafen von Yokohama.
Die "Diamond Princess" liegt in Quarantäne im Hafen von Yokohama.Bild: imago images / Kyodo News

Coronavirus: Bundesregierung will deutsche "Diamond Princess"-Passagiere ausfliegen

17.02.2020, 13:2517.02.2020, 17:58

Acht Deutsche sitzen auf dem Kreuzfahrtschiff "Diamond Princess" im Hafen von Yokohama fest, das unter Quarantäne steht. Zwei davon haben sich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Jetzt will die Bundesregierung die deutschen Passagiere nach Deutschland zurückholen, und das möglichst zeitnah. Das berichtet der "Spiegel".

  • Demnach laufen bereits konkrete Gespräche mit Italien.
  • Die italienische Regierung will dem Bericht zufolge ihre Bürger bald per Flugzeug aus Yokohama abholen und könnte die Deutschen zumindest in Richtung Europa mitnehmen.
  • Ziel sei es, dass alle Passagiere, die das wünschten, möglichst bald nach Deutschland zurückkehren können, hatte ein Sprecher des Auswärtigen Amts zuvor gesagt.

Zu dieser Frage stehe man auch im Kontakt mit den europäischen Partnern. In Berlin habe am Montag ein Krisenstab getagt, sagte der Sprecher. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums wird überlegt, Rückkehrer nicht zentral unterzubringen, sondern eine Quarantäne im häuslichen Umfeld vorzunehmen.

So ist die Lage auf den Corona-Schiffen

Die "Diamond Princess" liegt derzeit vor der japanischen Küste unter Quarantäne, weil sich mehrere Passagiere mit dem neuartigen Coronavirus infiziert haben.

Die USA hatten am Montag hunderte ihrer Staatsbürger von dem Kreuzfahrtschiff "Diamond Princess" geholt. Von den deutschen Passagieren an Bord wurden zwei wegen einer Infektion mit dem Virus ins Krankenhaus gebracht. Diese seien "wohlauf", sagte der Außenamtssprecher in Berlin. Sie hätten nach eigenen Angaben keine Symptome.

Auch auf dem Schiff "Westerdam" gibt es Sorgen um deutsche Gäste. Am Wochenende wurde eine Infektion unter den Passagieren des Kreuzfahrtschiffs entdeckt, nachdem die Passagiere bereits in Kambodscha an Land gegangen waren.

Unter den Reisenden waren laut Reederei 57 Deutsche. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur sind noch einige an Bord der "Westerdam", während andere bereits die Heimreise angetreten haben.

(ll/dpa)

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