13.08.2021, Brandenburg, Potsdam: Olaf Scholz (SPD), Bundesfinanzminister und SPD-Kanzlerkandidat, unterh
Olaf Scholz Mitte August bei einer Wahlkampfveranstaltung. Der SPD-Kanzlerkandidat kann sich einen Monat vor der Bundestagswahl weiter über gute Umfragewerte freuen. Bild: dpa / Christoph Soeder
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Umfrage: Olaf Scholz ist bei jüngsten Wählern der beliebteste Kanzlerkandidat

27.08.2021, 09:1801.09.2021, 15:53

Olaf Scholz ist laut einer aktuellen Umfrage der beliebteste Kanzlerkandidat bei Wählern im Alter von 18 bis 29 Jahren. Laut der Befragung des Meinungsforschungsunternehmens Civey – deren Auswertung watson exklusiv vorliegt – würden 27 Prozent der jüngsten Wählerinnen und Wähler Scholz wählen, wenn es eine Direktwahl für das Amt des Bundeskanzlers gäbe.

Damit liegt Scholz in der Beliebtheit einen Prozentpunkt vor der Grünen-Kanzlerinnenkandidatin Annalena Baerbock (26 Prozent) – und ist mehr als doppelt so populär wie Armin Laschet, der Kanzlerkandidat der Union (13 Prozent).

Größte Gruppe ist noch unentschlossen

Die größte Gruppe – 34 Prozent der befragten Wähler im Alter bis 29 – würde allerdings keinen der drei aussichtsreichen Kanzlerkandidaten wählen oder ist sich unsicher, wen sie wählen würde. Allerdings ist diese Gruppe bei den jüngsten Wählern kleiner als in allen anderen Altersgruppen.

Bei den Wählern zwischen 30 und 39 ist Scholz laut der Civey-Umfrage deutlich weniger beliebt: Nur 19 Prozent aus dieser Altersgruppe würden Scholz direkt zum Kanzler wählen, 25 Prozent bevorzugen Baerbock, nur 12 Laschet. 44 Prozent der 30- bis 39-Jährigen sind unentschlossen oder würden keinen Kandidaten wählen.

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In den Altersgruppen ab 40 wächst Scholz' Popularität wieder, bis auf 36 Prozent in der Gruppe der Über-65-Jährigen. Baerbocks Beliebtheit schrumpft hingegen, je älter die befragten Wählerinnen und Wähler sind: bei den 40- bis 49-Jährigen liegt sie bei 19 Prozent, bei den Über-65-Jährigen nur noch bei 10 Prozent.

Armin Laschet, der Kanzlerkandidat von CDU und CSU, hat in allen Altersgruppen bis 64 die schlechtesten Beliebtheitswerte aller drei Kandidaten. Nur bei den Über-65-Jährigen liegt er mit einem Wert von 17 Prozent vor Baerbock – aber 19 Prozentpunkte hinter SPD-Kandidat Scholz.

Der Befragungszeitraum lag zwischen 19. und 26. August. Für die repräsentative Umfrage hat Civey eine Stichprobe von 5.023 Befragten ausgewertet. Der statistische Fehler liegt bei fünf Prozent.

(se)

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