Der Grünen-Bundesvorsitzende Robert Habeck will die Linke als Koalitionspartner nicht ausschließen.
Der Grünen-Bundesvorsitzende Robert Habeck will die Linke als Koalitionspartner nicht ausschließen.
Bild: imago images / Jens Schicke

Grünen-Chef Habeck schließt Linksbündnis nicht aus

08.05.2021, 10:50

Grünen-Chef Robert Habeck hat ein Linksbündnis nach der Bundestagswahl nicht ausgeschlossen. Die Wähler wüssten, "dass die gegenseitige Ausschließerei von Parteien am Ende zur Unregierbarkeit führen kann", sagte Habeck den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Samstagsausgaben).

Die Linkspartei müsse "in einem besonderen Maße beweisen, dass sie regierungsfähig und bereit ist, für dieses Land Verantwortung zu übernehmen", sagte Habeck. Dies schließe ein Bekenntnis zur Nato mit ein. "Aber auch, dass der industrielle Kern dieser Republik nicht zerstört wird. Das ist mit uns nicht zu machen."

Die Grünen wollen bei einer möglichen Koalition souverän entscheiden

Die Grünen würden einen eigenständigen Wahlkampf führen und "keine Ausschließeritis" betreiben. Dann entscheide der Souverän, welche Regierungsoptionen da sind. "Und diejenige, in denen man am meisten der notwendigen Vorhaben umsetzen kann, hat die größte Chance, realisiert zu werden", sagte der Grünen-Chef.

Die Grünen mit ihrer Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock legen in den Umfragen derzeit weiter zu und haben mehrfach die Union von deren Spitzenposition verdrängt.

(lfr/afp)

Analyse

"Meine Stimme zählt eh nicht": Warum manche Menschen nicht wählen gehen – und wie du sie noch überzeugen kannst

Nichtwählerinnen und Nichtwähler bilden zusammen die zweitgrößte Partei. Doch der politische Einfluss fehlt ihnen – denn wer nicht wählt, entscheidet nicht mit, sondern lässt geschehen. Das Meinungsforschungsinstitut Forsa fragt bei seiner Sonntagsfrage zur Bundestagswahl auch nach Nichtwählenden und Unentschlossenen. Laut der aktuellsten Umfrage wären das 25 Prozent, genauso viele Prozentpunkte hat die SPD, die zurzeit die stärkste Partei bei den Umfragen ist.

Gerade junge Menschen wählen …

Artikel lesen
Link zum Artikel