Bad Hersfeld Dr. Walter Luebcke, Regierungspraesident Kassel, bei der Verleihung des Bad Hersfelder Preis am 23. Juli 2017, Copyright: xSocher/xEibner-Pressefotox EP_kso
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Deutschland

Fall Lübcke: Tatverdächtiger Stephan E. widerruft sein Geständnis

02.07.2019, 12:5102.07.2019, 13:27

Der Tatverdächtige im Fall des erschossenen CDU-Politikers Walter Lübcke widerruft sein Geständnis. Das berichten SWR, die "Bild"-Zeitung und die Deutsche Presse-Agentur (DPA).

  • Laut der "Bild" wechselte der Verdächtige Stephan E. auch seinen Verteidiger.
  • Der Dresdener Rechtsanwalt Frank Hannig bestätigte der Zeitung, dass er Stephan E. als Pflichtverteidiger durch den BGH zugeteilt wurde.
  • Auf Nachfrage der "Bild" bestätigte Hannig: "Mein Mandant hat heute sein Geständnis widerrufen. Mehr werde ich dazu im Moment nicht sagen."

Das müsst ihr über den Fall Lübcke wissen

E. hatte vor rund einer Woche gestanden, Lübcke Anfang Juni getötet zu haben. Der 45-Jährige ist mehrfach vorbestraft und war in früheren Jahren durch Kontakte in die rechtsextreme Szene aufgefallen.

Der Kasseler Regierungspräsident war Anfang Juni neben seinem Haus erschossen worden. Der CDU-Politiker war in der Vergangenheit wegen seiner Haltung zu Flüchtlingen bedroht worden.

Am Dienstag hatte ein Ermittlungsrichter am Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe einen neuen Haftbefehl gegen Stephan E. erlassen und Untersuchungshaft angeordnet. Der neue Haftbefehl ersetzt den des Amtsgerichts in Kassel von Mitte Juni, das war aus formalen Gründen notwendig.

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In Zukunft soll es für Menschen einfacher werden, deutsche Staatsbürger:innen zu werden. Ein Vorstoß, auf den sich SPD, Grüne und FDP bereits während den Koalitionsverhandlungen geeinigt haben. Innenministerin Nancy Faeser treibt das Ansinnen nun voran. Rückenwind bekommt sie dabei von Kanzler Olaf Scholz (SPD). Einen Gegensturm gibt es allerdings von der Union – und nicht nur von ihr.

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