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Özil und Gündogan bekommen im Trikot-Streit Unterstützung – und zwar von der Kanzlerin

11.06.2018, 05:1511.06.2018, 13:17

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die zuletzt heftig kritisierten Fußball-Nationalspieler Mesut Özil und Ilkay Gündogan nach deren öffentlichem Auftritt mit dem türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan in Schutz genommen. 

  • Mesut Özil und Ilkay Gündogan hatten zuvor den umstrittenen türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan in London getroffen – und somit de facto Wahlkampf für ihn gemacht.
  • Gündogan schenkte Erdogan zudem ein Trikot mit der Widmung: "Für meinen Präsidenten, hochachtungsvoll." Es folgte harte Kritik, die beiden Spieler hätten sich für Wahlkampfzwecke missbrauchen lassen.
  • Auch die Bundeskanzlerin hatte sich über ihren Sprecher kritisch zu dem Treffen geäußert. Es sei eine Situation gewesen, "die Fragen aufwarf und zu Missverständnissen einlud", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert.

Das sagte Angela Merkel am Sonntagabend in der ARD-Talkshow Anne Will:

"Ich glaube, die beiden Spieler haben nicht bedacht, was das Foto auslöst mit dem Präsidenten Erdogan."

Am Sonntag war die Bundeskanzlerin bei Anne Will zu Gast

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Merkel hofft, dass das Thema angesichts der bevorstehenden Weltmeisterschaft zur Ruhe kommt. Beide Spieler seien Teil der Nationalmannschaft, "und deshalb würde ich mich freuen, wenn mancher Fan auch klatschen könnte". Gündogans Aussage, er spiele weiterhin gerne für Deutschland, habe Merkel als sehr berührend empfunden.

Beim Länderspiel der deutschen Nationalmannschaft am 2. Juni in Österreich wurden beide Spieler ausgepfiffen. Gündogan musste einen ähnlichen Spießrutenlauf auch am 8. Juni in Leverkusen gegen Saudi-Arabien über sich ergehen lassen, Özil verpasste das Spiel angeschlagen.

(aj/afp)

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