Zeigt sich nach der Attacke auf sein Wohnhaus kämpferisch: Cem Özdemir.
Zeigt sich nach der Attacke auf sein Wohnhaus kämpferisch: Cem Özdemir.
Bild: dpa

Angriff auf Haus von Özdemir: Der gibt sich kämpferisch

17.12.2019, 16:00

Das Wohnhaus von Cem Özdemir wurde am Montag offenbar mit einem Steinwurf angegriffen. Das berichtet der Grünen-Politiker auf Twitter.

"Ein Stein wurde gegen unsere Haustür geworfen. Die Botschaft galt wohl mir", schreibt Özdemir. Dazu postet er ein Bild, das eine zersplitterte Glastür zeigt.

Gleichzeitig gibt er sich kämpferisch: "Und jetzt? Verstummen? Ich werde weiterhin und überall dort lautstark meine Stimme erheben, wo andere Stimmen verstummen sollen."

Viel Unterstützung

Auf Twitter erfährt Özdemir viel Solidarität. Unter seinem Tweet finden sich bereits über 500 Kommentare. Die meisten versichern dem Bundestagsabgeordneten ihre Unterstützung:

Nicht das erste Mal

Bereits Anfang November hatte es Todesdrohungen gegen Özdemir gegeben. Ein Rechtsextremisten-Netzwerk hatte eine Todesliste veröffentlicht, auf der sein Name ganz oben stand.

Weitere Namen auf der Liste: Claudia Roth (Grüne) und Sawsan Chebli (SPD). Letztere hat ebenfalls am Montag ein Schreiben auf Twitter veröffentlicht, in dem ihr ein Tod in der Gaskammer gewünscht wird.

Chebli erklärt sich sofort solidarisch mit Özdemir. Auf Twitter schreibt sie: "Pass auf Dich und Deine Familie gut auf! Ich finde es stark, dass Du darüber sprichst und weiter machst."

Özdemir steht allerdings nicht nur im Fokus von Rechtsradikalen. Wegen seiner scharfen Kritik an der Politik des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan wurde er auch von dessen Anhängern bedroht. Seit einiger Zeit steht er deshalb unter Polizeischutz durch das Bundeskriminalamt (BKA).

(om)

"Sehr ernste Bedrohungslage": Vier Festnahmen nach Gefahr eines Anschlags auf Synagoge

Zum jüdischen Feiertag Jom Kippur hat nach offiziellen Angaben die Gefahr eines Angriffs auf die Synagoge im nordrhein-westfälischen Hagen bestanden. Das sagte Landesinnenminister Herbert Reul (CDU) am Donnerstag bei einer Vereidigungsfeier junger Polizisten in Köln. "Ihre Kolleginnen und Kollegen haben das vermutlich verhindert." Bundesjustizministerin Christine Lambrecht sprach von einer "sehr ernsten Bedrohungslage".

Der Vorfall wecke entsetzliche Erinnerungen an den Anschlag auf die …

Artikel lesen
Link zum Artikel