Twitter-Fan Trump ist dagegen, dass Facebook und Twitter Hetz-Accounts sperren

21.08.2018, 06:5021.08.2018, 07:14

Seine Twitter-Tiraden sind legendär. Manchmal droht er anderen Ländern mit Krieg – oder feuert per 280 Zeichen-Message schon mal einen einst so treuen Mitarbeiter.

  • Im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Reuters hat sich US-Präsident Donald Trump nun kritisch über die Sperrung von Nutzerkonten bei Internet-Netzwerken wie Facebook oder Twitter geäußert.

Donald Trump:

"Ich werde keine Namen nennen, aber wenn sie bestimmte Leute bei Facebook oder Twitter blockieren und diese Entscheidung fällen, ist das wirklich eine gefährliche Sache, weil du es morgen sein kannst."
Trump will keine Namen nennen, aber...
Vielleicht hat er ja Alex Jones im Hinterkopf. Kürzlich hatten soziale Medien wie Facebook den ultrarechten US-Verschwörungstheoretiker Alex Jones vorübergehend gesperrt. Jones war im Wahlkampf 2016 als Trump-Unterstützer in Erscheinung getreten. Facebook sperrte Jones' vier wichtigste Seiten bei dem Netzwerk wegen "Verherrlichung von Gewalt" und "entmenschlichender" Sprache gegenüber Muslimen, Migranten und Transgender-Menschen.
Auch Twitter, Apple, Spotify und YouTube sperrten Jones' Konten. Jones betreibt die Internetseite "Infowars", auf der er zahlreiche Verschwörungstheorien verbreitet. Er behauptet unter anderem, die US-Regierung sei in die Anschläge vom 11. September 2001 verwickelt gewesen und das Massaker an der Sandy-Hook-Schule 2012 sei nur vorgetäuscht worden, um eine Verschärfung des Waffenrechts durchzusetzen.

Die Netzwerke stehen in den USA unter politischem Druck des Kongresses, stärker gegen ausländische Propaganda vorzugehen. Trump selbst hat auf Twitter 53 Millionen Follower.

(pb/dpa/rtr)

Analyse

Die neuen Enthüllungen belasten Trump schwer – 3 Fakten zum drohenden "Impeachment"

Es wird jetzt eng für Donald Trump. Erst wird sein früherer Wahlkampfmanager Paul Manafort wegen Steuerdelikten schuldig gesprochen. Dann packt sein ehemaliger Anwalt Michael Cohen vor Gericht aus.

Entgegen früherer Beteuerungen habe Trump von Schweigegeld-Zahlungen an die Pornodarstellerin Stephanie Clifford und das Playboy-Model Karen McDougal gewusst, sagt Cohen. Am Mittwochmorgen legt sein Rechtsbeistand Lanny Davis im Sender ABC dann noch einmal nach. Sein Mandant werde auch zu Trumps …

Artikel lesen
Link zum Artikel