Über die Bedeutung gesellschaftlicher Protestbewegungen sagt Historiker Stefan Garsztecki Folgendes

25.11.2021, 11:53
"Eine richtige Sowjetisierung hat nur in Teilen stattgefunden. Die Landwirtschaft blieb zum Beispiel in privater Hand nach 1956 in weiten Teilen. Den "Homo Sowjeticus", hat es nur als Ausnahme gegeben. Sowohl der Katholizismus, als auch das historische Bewusstsein und die westlichen Traditionen Polens – das Land ist vor über tausend Jahren vom Westen her christianisiert worden und seit Jahrhunderten ein Land des Westens – all das hat dafür gesorgt, dass man sich weiter dem Westen zugehörig fühlte. Und verschiedene Arbeiter- und Studentenproteste haben das bestärkt. Und natürlich die Gewerkschaft Solidarność mit zehn Millionen Mitgliedern."
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