Swetlana Tichanowskaja hält sich derzeit in Litauen auf.
Swetlana Tichanowskaja hält sich derzeit in Litauen auf.
Bild: AP / Sergei Grits

Tichanowskaja: "Habe Ausreise-Entscheidung selbst getroffen"

11.08.2020, 11:1911.08.2020, 12:10

Die belarussische Oppositionsführerin Swetlana Tichanowskaja hat ihren Worten zufolge auf eigenen Antrieb hin das Land verlassen.

"Ich habe eine sehr schwierige Entscheidung getroffen. Es ist eine Entscheidung, die ich absolut unabhängig getroffen habe."

Sie widersprach damit Äußerungen ihres Wahlkampfteams, wonach sie angesichts der Proteste gegen den verkündeten Wahlsieg von Präsident Aleksander Lukaschenko von den Behörden zur Ausreise ins benachbarte Litauen gezwungen worden sei. Auch das staatliche Grenzkomitee erklärte, Tichanowskaja nicht zur Ausreise gezwungen zu haben.

Tichanowskaja ist bei ihren Kindern

Zuvor war bekanntgeworden, dass Tichanowskaja nach Litauen gereist ist. Sie sei dort in Sicherheit und wieder mit ihren Kindern zusammen, teilte das litauische Außenministerium mit. Die 37-Jährige hatte ihre Kinder während des Wahlkampfes nach eigenen Angaben aus Sicherheitsgründen außer Landes gebracht.

Tichanowskaja hatte den proklamierten Sieg von Lukaschenko, der Belarus seit 1994 autoritär regiert, bei der Präsidentschaftswahl am Sonntag nicht akzeptiert und ihm Wahlbetrug vorgeworfen. Die frühere Englisch-Lehrerin hatte anstelle ihres Ehemannes kandidiert, nachdem der regierungskritische Blogger im Mai festgenommen worden war.

(lin/rtr)

Themen

Brände am Mittelmeer wüten weiter – Touristenorte evakuiert

Die Feuerwehrleute in zahlreichen Touristenorten am Mittelmeer kommen nicht zur Ruhe: Am Sonntag wüteten weiterhin hunderte verheerende Waldbrände. In der Südtürkei wurden erneut dutzende Hotels und Dörfer evakuiert. Italien meldete über 800 Brände, darunter allein 250 auf Sizilien. Auf dem griechischen Peloponnes mussten ebenfalls Einwohner und Touristen in Sicherheit gebracht werden. Derweil meldeten die Einsatzkräfte einen neuen Brand auf der Insel Rhodos.

Besonders heftig ist die Situation in …

Artikel lesen
Link zum Artikel