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Boris Johnson und Sajid Javid. Bild: imago images / i Images

Nach Krach mit Johnson: Britischer Finanzminister tritt zurück

Der britische Finanzminister Sajid Javid ist überraschend von seinem Amt zurückgetreten. Das berichtete die Nachrichtenagentur PA am Donnerstag unter Berufung auf einen Sprecher Javids.

Bericht über Streit zwischen Johnson und Javid

Die britische Nachrichtenagentur Press Association berichtete unter Berufung auf einen Vertrauten Javids, dass Johnson von seinem Finanzminister verlangt habe, seine bisherigen Berater zu entlassen und durch "Sonderberater von Downing Street Number 10" zu ersetzen, um künftig ein gemeinsames Team zu haben. Javid habe jedoch die Auffassung vertreten, "dass kein Minister, der etwas auf sich hält, derartige Bedingungen annehmen kann".

Schon seit Wochen gab es Gerüchte über Spannungen zwischen Javid und Johnsons engstem Berater Dominic Cummings, der einen drastischen Umbau der Regierungsgeschäfte vornehmen wollte.

Bei der Kabinettsumbildung knapp zwei Wochen nach dem Brexit gibt es eine Reihe von Ministern, die ihre Posten verloren. Unter anderem gehören Nordirland-Minister Julian Smith und Wirtschaftsministerin Andrea Leadsom zu den Kabinettsmitgliedern, die ihren Hut nehmen mussten. Bereits am Freitag soll die Regierung erstmals in neuer Zusammensetzung tagen.

(ll/dpa)

May gewinnt mal: Britische Abgeordnete sind für Brexit-Verschiebung

Das britische Parlament hat sich mit klarer Mehrheit für eine Verschiebung des EU-Austritts und eine dritte Abstimmung über das Brexit-Abkommen ausgesprochen.

412 Abgeordnete stellten sich am Donnerstag hinter einen Antrag der Regierung, der vorsieht, bei der EU einen Aufschub des für Ende März geplanten Brexit zu beantragen und in der kommenden Woche erneut über den mit Brüssel ausgehandelten Austrittsvertrag abzustimmen, der im Parlament bereits zweimal abgelehnt wurde.

202 Parlamentarier …

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