Der Hongkonger Flughafen: Nach Wuhan geht hier kein Flug mehr.
Der Hongkonger Flughafen: Nach Wuhan geht hier kein Flug mehr.Bild: imago images/ZUMA Press

Coronavirus: China schottet weitere Städte ab

23.01.2020, 21:15

Im Kampf gegen die neue Lungenkrankheit schottet China weitere Städte ab.

  • Wuhan war die erste Stadt mit Infizierten, Verbindungen aus und in die Stadt wurden daher seit Donnerstag teilweise gekappt.
  • 3 weitere Großstädte sollen in der Hubei Provinz abgeschottet werden. Laut der chinesischen Regierung ist das Risiko von weiteren Ansteckungen und Krankheitsfällen in Huanggang, Ezhou und Chibi besonders hoch.

Abschottung bedeutet: Flüge, Züge, Fähren, Fernbusse und der öffentliche Nahverkehr wurden in mittlerweile vier Städten lahmgelegt. Betroffenen Straßen wurden gesperrt. Außerdem soll jeder Einwohner jetzt Schutzmasken in der Öffentlichkeit tragen. Bei Nichteinhaltung drohen Strafen.

20 Millionen Menschen sind in China nun abgeschottet

Zusammen mit Wuhan und den anderen Städten gelten diese Beschränkungen jetzt für ungefähr 20 Millionen Menschen. Etwaigen Besuchern ist es somit auch nicht mehr möglich, diese vier Städte zu verlassen.

Mittlerweile wurde das Virus aus China bei mindestens 620 Menschen nachgewiesen. Aber nicht nur China ist hier betroffen, auch in Thailand, den USA und Singapur kam es bereits zu Ansteckungen.

WHO: Keine "internationale Notlage"

WHO-Direktor Tedros Adhanom Ghebreyesus sagte, China habe diejenigen Maßnahmen getroffen, die es für angemessen halte. "Wir hoffen, dass sie effektiv und von kurzer Dauer sind", sagte er. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfehle keinerlei Reise- oder Handelsbeschränkungen.

Das Auswärtige Amt in Berlin riet aber dazu, nicht notwendige Reisen in die betroffenen Gebiete zu verschieben. Das Risiko für deutsche Reisende in Wuhan werde als "moderat" eingeschätzt.

Die WHO rief auch am Donnerstag trotz der rasanten Ausbreitung des Viruses erneut keine "gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite" aus. Allerdings könnte sich die Situation noch zu einer "Notlage" entwickeln, sagte WHO-Direktor Ghebreyesus am Donnerstagabend.

(joey/dpa)

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