Die Statue der Klima-Aktivistin Greta Thunberg wurde vor dem West Down Centre der University of Winchester aufgestellt.
Die Statue der Klima-Aktivistin Greta Thunberg wurde vor dem West Down Centre der University of Winchester aufgestellt.Bild: dpa / andrew matthews

Englische Uni stellt Thunberg-Statue auf – Kritik von Studenten

01.04.2021, 08:58

Trotz Kritik von Studierenden hat eine Universität in England diese Woche eine Statue der Klimaschutzaktivistin Greta Thunberg enthüllt. Die Bronze-Skulptur stellt sie mit langem geflochtenem Haar und ausgestreckter Hand dar. Es handelt sich nach den Angaben um die weltweit erste lebensgroße Statue der inzwischen 18 Jahre alten Schwedin.

Studierende stören sich an hohen Kosten für die Statue

"Greta ist eine junge Frau, die trotz der Schwierigkeiten in ihrem Leben eine weltweit führende Umweltaktivistin geworden ist", hieß es in einer Mitteilung der Universität in Winchester. "Als Universität für Nachhaltigkeit sind wir stolz darauf, diese inspirierende Frau auf diese Weise zu ehren."

Die Studierendenorganisation University and College Union kritisierte die Initiative als Prestigeprojekt. Die Kritik richte sich ausdrücklich nicht gegen Thunberg, die man in ihrer Rolle im Kampf gegen den Klimawandel unterstütze, hieß es in einer auf Twitter veröffentlichten Stellungnahme.

Die Kosten von 24.000 Pfund (rund 28.000 Euro) hätten aber besser dafür verwendet werden sollen, Kürzungen und Stellenstreichungen zu verhindern. Die Uni konterte, das Geld sei aus einem Topf für die Finanzierung von Gebäuden gekommen und hätte nicht für andere Zwecke verwendet werden können.

(vdv/dpa)

Polen und seine Menschen:
Zone der Schande – über Waldengel, Geflüchtete in Not und die Grenzpolizei
Unsere Autorin verbrachte fünf Tage in Polen, sprach mit vielen Menschen, versorgte Geflüchtete im Wald an der Grenze zu Belarus. Sie hörte schreiende Babys aus Lautsprechern bei einer Frauenhasser-Demonstration und lauschte den Gesängen in einer katholischen Messe. Sie wollte erfahren, wer "diese Polen" sind – und fand mehr Antworten, als sie erwartet hatte. Ihre Erfahrungen hat sie in einer Reportage in vier Kapiteln aufgeschrieben.

Im zweiten Kapitel der Multimedia-Reportage geht es um die Migrationskrise in den Wäldern an der Grenze zu Belarus. Was haben die Geflüchteten erlebt? Wie reagieren Aktivistinnen und Aktivisten auf die polnische Politik?

"Lass das", hatte meine Mutter damals gesagt. "Das schafft du nicht, das hältst du nicht aus. Das ist zu viel für dich."

Zur Story