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Rishi Sunak und Liz Truss (r) sowie Moderatorin Kate McCann (M) beim TV-Duell um die Nachfolge des britischen Premiers Boris Johnson.Bild: PA Wire / Dominic Lipinski
International

Moderatorin wird ohnmächtig: TV-Duell um Johnson-Nachfolge abgebrochen

27.07.2022, 13:18

Eine Fernsehdebatte der Kandidaten für die Nachfolge des britischen Premierministers hat wegen eines Ohnmachtsanfalls der Moderatorin ein abruptes Ende gefunden. Außenministerin Liz Truss und Ex-Finanzminister Rishi Sunak lieferten sich am Dienstagabend im Sender TalkTV ein erneutes TV-Duell, als plötzlich ein Poltern zu hören war, weil Moderatorin Kate McCann zu Boden stürzte.

In der Live-Sendung war zu sehen, wie Truss mitten im Satz abbrach und schockiert "Oh, mein Gott" rief. Dann lief sie zu der Moderatorin, die sich außerhalb des Kamera-Fokus befand. Der Sender teilte später mit, McCann gehe es gut. Auf ärztliches Anraten sei die TV-Debatte jedoch nicht fortgesetzt worden.

Truss und Sunak melden sich auf Twitter

"Erleichtert zu hören, dass es Kate McCann gut geht", schrieb Truss nach dem Vorfall auf Twitter. Sunak erklärte auf dem Kurzbotschaftendienst an McCann gewandt: "Es war eine großartige Debatte und ich freue mich darauf, bald wieder von Ihnen gegrillt zu werden!"

Der "Sun"-Korrespondent Harry Cole, der eigentlich mit McCann das Duell hätte moderieren sollen, war kurzfristig wegen einer Corona-Infektion ausgefallen, wie er am Dienstagmorgen auf Twitter mitteilte. McCann schrieb daraufhin, beide hätten die Debatte gemeinsam vorbereitet – ob persönlich oder virtuell, blieb offen.

Umfragen sehen Truss deutlich vor Sunak

Die beiden Konkurrenten im Rennen um Johnsons Nachfolge als Parteivorsitzender der konservativen Tories und Regierungschef hatten sich am Montagabend ihr erstes TV-Duell geliefert. Bei einer Stichwahl werden alle rund 200.000 Tory-Mitglieder den Nachfolger oder die Nachfolgerin bestimmen. Das Ergebnis soll am 5. September verkündet werden. Meinungsumfragen sehen Truss bislang deutlich vor Sunak.

Johnson war am 7. Juli durch eine parteiinterne Revolte gegen seine viel kritisierte Amtsführung zum Rücktritt als Parteivorsitzender gezwungen worden, was auch das Aus für sein Regierungsamt bedeutete. Er will aber noch bis zur Kür seines Nachfolgers Premierminister bleiben.

(nik/afp/dpa)

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