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Ein Bundeswehr Soldat begleitet am Truppenübungsplatz in Bnaslawa die Ausbildung kurdischer Peschmerga im nordirakischen Kurdengebiet. Bild: dpa

Bundeswehrsoldaten aus dem Irak ausgeflogen – auch Nato zieht Truppen ab

Die Bundeswehr hat die im Zentralirak eingesetzten Soldaten bereits ausgeflogen.

Nato zieht Truppen teilweise ab

Auch die Nato zieht derzeit offenbar einen Teil ihrer Soldaten aus dem Irak ab. Wie "Spiegel Online" am Dienstagnachmittag unter Berufung auf Bündnis-Kreise berichtete, wurde etwa ein kroatischen Kontingent bereits nach Kuweit verlegt. 500 Nato-Soldaten befanden sich bisher auf einer Ausbildungsmission im Irak.

Ein Nato-Sprecher sagte "Spiegel Online": "Die Sicherheit unseres Personals ist von größter Wichtigkeit." Man habe sich daher zu einer "vorübergehenden Verlegung eines Teils des Personals" entschieden. Die Allianz will ihre Präsenz im Irak beibehalten, teilweise sollen Soldaten nur an andere Orte im Land verlegt werden.

Darum werden Bundeswehrsoldaten verlegt:

Die Bundesregierung hatte den teilweisen Abzug der Soldaten wegen der Spannungen nach der Tötung des iranischen Top-Generals Ghassem Soleimani am Montagabend beschlossen.

Die Standorte Bagdad und Tadschi würden "vorübergehend ausgedünnt", schrieben Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) und Außenminister Heiko Maas (SPD) an die Obleute im Bundestag.

Die Bundesregierung will aber weiterhin am Einsatz im Irak festhalten. Die Grünen forderten nach dem Tötung Soleimanis einen Abzug aller Bundeswehr-Soldaten.

(ll/dpa)

Kein neuer Bundeswehr-Einsatz in Afghanistan – weitere Stadt fällt

In Afghanistan erobern die Taliban die mittlerweile sechste Stadt binnen vier Tagen. Die Zahl der vom Konflikt betroffenen Zivilisten steigt täglich. Das Bundesverteidigungsministerium weist Überlegungen zu einem neuen Bundeswehreinsatz in dem Land zurück.

Ungeachtet des alarmierenden Vormarsches der militant-islamistischen Taliban in Afghanistan hat das Bundesverteidigungsministerium Überlegungen zu einem neuen Bundeswehreinsatz in dem Krisenland zurückgewiesen. Es sei "nicht erkennbar", dass es dafür eine politische Mehrheit in Deutschland gebe, sagte Ministeriumssprecher Arne Collatz am Montag in Berlin. Mit Aibak in der Provinz Samangan im Norden Afghanistans fiel die mittlerweile sechste Provinzhauptstadt an die Islamisten.

Collatz …

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