Greta Thunberg. Im Hintergrund: Eine Demonstration von Fridays for Future am Freitag in München gegen Siemens.
Greta Thunberg. Im Hintergrund: Eine Demonstration von Fridays for Future am Freitag in München gegen Siemens. Bild: picture alliance/ZUMA Press
International

Greta Thunberg mischt sich in Streit zwischen Fridays for Future und Siemens ein

11.01.2020, 11:39

Die Aufregung um ein umstrittenes Kohlebergwerk in Australien ebbt nicht ab. Auch der deutsche Konzern Siemens steht dabei in der Kritik, weil er eine Zugsignalanlage für das Werk liefern will. Nun hat sich auch Klimaaktivistin Greta Thunberg eingeschaltet.

  • Es erscheine so, dass Siemens die Macht besitze, den Bau zu stoppen, zu verzögern oder zumindest zu unterbrechen, schrieb die 17 Jahre alte Schwedin am Samstag auf Twitter.
  • Und weiter: "Am Montag werden sie ihre Entscheidung bekanntgeben. Bitte helft dabei, sie dahin zu bringen, dass sie die einzig richtige Entscheidung treffen."

Darum ist das Projekt so umstritten:

Die Adani Group mit Hauptsitz in Indien will in Australien eines der größten Kohlebergwerke der Welt aufbauen, das aus fünf Untertageminen und sechs Tagebaustätten bis zu 60 Millionen Tonnen Kohle pro Jahr fördern soll. Das Projekt wird von Umweltschützern seit Jahren bekämpft.

Neben dem Klimaaspekt geht es dabei auch um den Verbrauch von Wasser, die Zerstörung von Lebensraum und den Transport der Kohle über das Great Barrier Reef, das größte Korallenriff der Welt.

Siemens soll für eine Zugstrecke vom Bergwerk zum Hafen Abbots Point Signaltechnik liefern. Angesichts von Protesten gegen die Pläne will das Unternehmen laut Konzernchef Joe Kaeser bis Montag entscheiden, ob der Auftrag ausgeführt wird.

Jobangebot für Luisa Neubauer

Kaeser bot der deutschen Fridays-for-Future-Aktivistin Luisa Neubauer am Freitag einen Sitz in einem Aufsichtsgremium des künftigen Unternehmens Siemens Energy an.

Neubauer ließ offen, ob sie das Angebot annehmen wird. Sie werde Kaeser "sicherlich eine Rückmeldung dazu geben". Die Kernfrage der Angelegenheit sei das aber nicht.

(ll/dpa)

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