Da bekommt Plastik eine ganz neue Bedeutung.
Da bekommt Plastik eine ganz neue Bedeutung. Bild: reuters

Eine Million Lego-Steine: Ai Weiwei erinnert an verschleppte mexikanische Studenten

13.04.2019, 13:2113.04.2019, 13:46

Mit einem Wandbildnis aus Lego-Steinen setzt der chinesische Künstler Ai Weiwei den verschleppten Studenten von Ayotzinapa in Mexiko ein Denkmal.

Mit einer Million Steinen hat der im Berliner Exil lebende Künstler die Gesichter der 43 jungen Männer nachgebildet, die seit einem Polizeieinsatz vor fast fünf Jahren als vermisst gelten.

Die Ausstellung "Restablecer memorias" (Erinnerungen wiederherstellen) wird am Samstag im Universitätsmuseum (MUAC) für zeitgenössische Kunst in Mexiko-Stadt eröffnet.

Ai Weiwei vor seinen Lego-Kunstwerken.
Ai Weiwei vor seinen Lego-Kunstwerken.Bild: reuters

Mit seinem Kunstwerk will Ai Weiwei an die Opfer der Gewalttat erinnern. "Die Selbsterkenntnis liegt in der Erinnerung begründet", sagte er.

"Die Leere ist eine Beleidigung gegen die Würde des menschlichen Wesens und kann der Ursprung von Wut und Gewalt sein."
Ai Weiwei.

Begleitet wird das Wandbild von einer Videoinstallation mit Interviews von Angehörigen, Polizisten und Beamten.

Hintergrund:

Die Entführung der Studenten hatte auf der ganzen Welt einen Sturm der Empörung ausgelöst. Polizisten hatten die Lehramtsstudenten der Universität Ayotzinapa im September 2014 im Bundesstaat Guerrero verschleppt und dem Verbrechersyndikat Guerreros Unidos übergeben.

Den offiziellen Ermittlungen zufolge wurden die jungen Männer getötet und verbrannt. Unabhängige Untersuchungen zweifeln das allerdings an. Die Einzelheiten und Hintergründe der Tat sind noch immer unklar.

(as/dpa)

So schön kann Kunst kaputt gemacht werden

1 / 7
So schön kann Kunst kaputt gemacht werden
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Deshalb sind in London aufgeblasene Brüste auf Dächern

Griechische Polizei spannt laut Medienberichten Geflüchtete für Pushbacks ein

Die griechische Polizei setzt laut gemeinsamen Recherchen mehrerer Medien an der EU-Außengrenze Flüchtlinge für widerrechtliche Zurückweisungen von Asylsuchenden, sogenannte Pushbacks ein. Mehrere Flüchtlinge seien zu gewaltsamen Zurückweisungen von Menschen in die Türkei gedrängt worden, berichtete unter anderem der "Spiegel" am Dienstag unter Berufung auf gemeinsame Recherchen von ARD, "Lighthouse Reports", "Le Monde" und dem "Guardian". Im Gegenzug seien ihnen Aufenthaltspapiere versprochen worden.

Zur Story