Immer wieder gibt es in Indien große Demonstrationen wegen Vergewaltigungen
Immer wieder gibt es in Indien große Demonstrationen wegen Vergewaltigungen
Bild: EPA

Vergewaltiger bekommen in Indien Sit-ups als Strafe und zünden aus Rache ihr Opfer an

05.05.2018, 14:01

14 Tatverdächtige sind in Indien nach der mutmaßlichen Vergewaltigung und dem Mord an einer 16-Jährigen festgenommen worden. Sechs weitere Menschen seien auf der Flucht, teilten lokale Behörden im Bundesstaat Jharkhand am Samstag mit.

Das Mädchen sei am Freitag in seinem Haus im Bezirk Chatra bei lebendigem Leib verbrannt worden, erklärte der stellvertretende Bezirkschef von Chatra, Jitendra Kumar Singh. Die mutmaßliche Vergewaltigung sei in der Nacht zuvor passiert.

Nach Angaben von Familienangehörigen des Opfers hatten vier Männer das Mädchen am Donnerstagabend von einer Hochzeitsfeier entführt und es an einem verlassenen Ort missbraucht.

Der Vater des Mädchens habe sich beim Dorfrat beschwert. Daraufhin  hätten die Verdächtigen eine Strafe von 100 Sit-ups und umgerechnet rund 625 Euro erhalten.

Die Männer sollen über die Beschwerde so wütend gewesen sein, dass sie in das Haus der Familie eingedrungen, Angehörige geschlagen, das Mädchen mit Treibstoff übergossen und angezündet haben sollen.

Zuvor hatten Berichte über die Vergewaltigung und Ermordung einer Achtjährigen im nordindischen Bundesstaat Jammu und Kaschmir sowie weitere Fälle von sexuellen Übergriffen auf junge Mädchen für Empörung gesorgt. 

Die indische Regierung hat kürzlich strengere Strafen für sexuelle Gewalt gegen Kinder beschlossen. Demnach können Menschen, die wegen Vergewaltigung von Mädchen unter zwölf Jahren verurteilt werden, die Todesstrafe erhalten.

(pbl/dpa)

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