Peter R. de Vries ist nach einem Mordanschlag auf seine Person verstorben.
Peter R. de Vries ist nach einem Mordanschlag auf seine Person verstorben.Bild: ap / Peter Dejong

Niederländischer Reporter nach Anschlag gestorben

15.07.2021, 16:09

Der bekannte niederländische Investigativjournalist Peter R. de Vries ist Medienberichten zufolge nach dem Anschlag auf ihn gestorben. "Peter hat bis zuletzt gekämpft, aber er hat den Kampf verloren", erklärte seine Familie in einer vom Sender RTL am Donnerstag veröffentlichten Mitteilung. Der 64-Jährige war vergangene Woche auf offener Straße in Amsterdam niedergeschossen und lebensgefährlich verletzt worden.

Ein 21-Jähriger aus Rotterdam und ein in den Niederlanden lebender 35-jähriger polnischer Staatsbürger waren nach der Tat festgenommen worden. Ein zunächst ebenfalls festgenommener dritter Mann wurde wieder freigelassen.

De Vries stand auf "Abschussliste" von Drogenboss Taghi

De Vries ist wegen seiner Rolle in hochkarätigen Kriminalfällen sowie als Sprecher von Kriminalitätsopfern bekannt. Medienberichten zufolge war er zuletzt Vertrauensperson des wichtigsten Kronzeugen in einem Prozess gegen den mutmaßlichen Drogenboss Ridouan Taghi.

Nach früheren Angaben von de Vries stand er auf Taghis "Abschussliste". Der Drogenboss gilt als meistgesuchter Verbrecher der Niederlande, seine Organisation wird von Staatsanwälten als "gut geölte Tötungsmaschine" beschrieben. Der Angriff auf den Journalisten hatte über die Grenzen der Niederlande hinweg für Entsetzen gesorgt.

(nb/dpa)

Moskau kündigt Marinemanöver in Atlantik, Arktis, Pazifik und Mittelmeer an

Russland hat inmitten der Spannungen mit der Ukraine und deren westlichen Partnern großangelegte Marinemanöver in Atlantik, Arktis, Pazifik und Mittelmeer angekündigt. An den für Januar und Februar geplanten Übungen seien insgesamt mehr als 140 Schiffe, mehr als 60 Flugzeuge und etwa 1000 Stück anderer militärischer Ausrüstung beteiligt, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau nach Angaben russischer Nachrichtenagenturen am Donnerstag mit. Etwa 10.000 Soldaten sollen demnach teilnehmen.

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