International
Politik

Weitere Flüchtlinge im Mittelmeer gerettet – Suche nach Hafen

ARCHIV - 06.07.2020, Italien, Porto Empedocle: Das Rettungsschiff "Ocean Viking" liegt im Hafen von Porto Empedocle vor Anker. (Zu dpa "Hilfsschiff
Die "Ocean Viking" darf in Sizilien anlanden.Bild: LaPresse/AP / Fabio Peonia
Politik

Weitere Flüchtlinge im Mittelmeer gerettet – Suche nach Hafen

01.05.2021, 15:39
Mehr «International»

Die Seenotretter der Organisation Sea-Watch haben im zentralen Mittelmeer weitere Bootsmigranten in Sicherheit gebracht. Die Crew der "Sea-Watch 4" habe am Freitag und in der Nacht zu Samstag in zwei weiteren Einsätzen knapp 190 Menschen an Bord geholt, teilte die in Berlin ansässige Organisation am Samstag mit. Damit seien nach vier Rettungen insgesamt etwas mehr als 300 Bootsmigranten an Bord des Schiffes. Sea-Watch habe nun einen sicheren Hafen in Italien und Malta angefragt.

Die "Ocean Viking" der Organisation SOS Mediterranee bekam unterdessen von den italienischen Behörden den Hafen in Augusta auf der Insel Sizilien zugewiesen, wie die Organisation am Samstag schrieb. An Bord des Schiffs befinden sich laut SOS Mediterranee 236 Menschen, darunter viele unbegleitete Minderjährige. Die Anlandung war demnach für den Samstag geplant.

UN: Dieses Jahr bereits 490 Menschen auf dem Mittelmeer gestorben

Die beiden Organisationen kritisierten die libysche Küstenwache und die EU unter anderem dafür, dass immer wieder Migranten von den libyschen Behörden zurück in das Bürgerkriegsland gebracht würden. SOS Mediterranee forderte, dass ein europäisches Such- und Rettungsprogramm etabliert werde.

In Libyen drohen Migranten Menschenrechtsverletzungen. In Schlauchbooten versuchen viele Menschen immer wieder, Europa auf dem Seeweg über das zentrale Mittelmeer zu erreichen. Nach UN-Angaben starben in diesem Jahr bislang knapp 490 Menschen auf dem Meer.

(lfr/dpa)

Putin will gezielt Russlanddeutsche für Ukraine-Krieg anwerben

Russlands Krieg in der Ukraine läuft seit mehr als zwei Jahren. Der Aggressor macht keinerlei Anstalten, seinen Angriff zurückzufahren, im Gegenteil: Derzeit fahren Wladimir Putin und der Kreml eine der intensivsten Offensiven auf, mit einer hohen Anzahl an Gefechten. Die Opferzahlen sind auf beiden Seiten hoch.

Zur Story