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Russland: Putin verliert Jagdbomber auf mysteriöse Weise

14.12.2023, Russland, Moskau: Wladimir Putin, Präsident von Russland, während einer Pressekonferenz. Kremlchef Putin sieht für seinen Krieg gegen die Ukraine alle bisherigen Ziele weiter in Kraft. Fot ...
Der russische Präsident verliert einen seiner Jagdbomber. Der Vorfall wirft viele Fragen auf. Bild: Pool AP / Alexander Zemlianichenko
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Putin verliert Jagdbomber auf mysteriöse Weise: Was dahinter stecken könnte

05.01.2024, 15:36
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In Russland kommt es des Öfteren zu rätselhaften Bränden. Mal brennen Öllager ab, mal geht ein Zentrum für Raketenforschung in Flammen auf. Vor allem seit dem russischen Angriffskrieg in der Ukraine ist der Kreml immer wieder mit mysteriösen Großbränden im eigenen Land konfrontiert.

Nun soll auf einem Militärflugplatz in Russland ein Jagdbomber vom Typ Su-34 einfach in Flammen aufgegangen sein. Dabei liegt der Flugplatz knapp 2000 Kilometer im Landesinneren. Laut Medienangaben ereignete sich der Vorfall am Stützpunkt Shagol in der russischen Stadt Tscheljabinsk östlich des Uralgebirges. Das behaupten etwa Geheimdienstquellen gegenüber der "Kyiv Post".

Russland: Ukraine soll hinter Brand von Putins Jagdbomber stecken

Später wurden die Angaben von Beamten auf Telegram bestätigt, berichtet die ukrainische Zeitung. "In den frühen Morgenstunden des 4. Januar brannte nach Angaben einer Quelle des Geheimdienstes ein Su-34 Kampfflugzeug, das Raketen auf ukrainische Städte abschießt, auf seinem Stützpunkt tief in Russland – möglicherweise mit ukrainischer Beteiligung", heißt es.

Waren hier etwa ukrainische Agent:innen am Werk?

Die genauen Umstände, die zu dem Vorfall geführt haben, seien bisher unbekannt und konnten bis dato nicht vollends überprüft werden. Erste Gerüchte deuten allerdings darauf hin, dass der ukrainische Geheimdienst hier seine Finger im Spiel hatte.

ARCHIV - 19.01.2022, Russland, Krasnodar: Russische Suchoi Su-34 Jagdbomber parken vor einer Milit�r�bung auf einem Flugplatz in der s�drussischen Region Krasnodar. (Zu dpa �London: Schw�chen russisch ...
Russische Su-34 Jagdbomber parken auf einem Flugplatz in der südrussischen Region Krasnodar.Bild: dpa / Vitaliy Timkiv

"Er brannte bei der Arbeit ab. Er hat sich überarbeitet und ist ausgebrannt", berichtete die Quelle gegenüber "Kyiv Post". Sie deutete an, dass die Hauptdirektion für Nachrichtendienste des ukrainischen Verteidigungsministeriums (HUR) dahinter steckt. "Es wurde geflüstert", hieß es dazu.

Wenig später folgte dann die Bestätigung durch Mitarbeiter auf Telegram: Das HUR greift den Angriff auf Putins Bomber auf, zeigt dazu auch ein Video, in dem angeblich das betreffende Flugzeug in Flammen steht. Die Ursache des Feuers werde "geklärt", heißt es. Der Wahrheitsgehalt der Aussagen lassen sich aktuell nicht unabhängig prüfen.

Ein 50 Millionen Dollar Bomber verbrennt auf russischem Stützpunkt

Das Nachrichtenportal "Newsweek" hat den ukrainischen Geheimdienst und das russische Verteidigungsministerium per E-Mail um eine Stellungnahme gebeten. Diese blieben bisher aber unbeantwortet.

Der gemeldete Vorfall ereignete sich dem Nachrichtenportal zufolge kurz nachdem der ukrainische Luftwaffenkommandeur Mykola Oleshchuk behauptet hatte, Russland habe an einem einzigen Tag drei Su-34 verloren. Brisant: So ein Bomber kostet dem russischen Staat bis zu 50 Millionen Dollar, heißt es.

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Im Ukraine-Krieg spielt der Jagdbomber vom Typ Su-34 eine zentrale Rolle: Das Flugzeug kommt häufig für Angriffe auf das Nachbarland zum Einsatz. Besonders zur kalten Jahreszeit nahmen die russischen Luftschläge intensiv zu. Das Ziel: Russland will die Energieinfrastruktur der Ukraine zerstören. Nun hat Putin allerdings einen Bomber weniger für dieses Vorhaben, unabhängig von der Ursache.

Europaministerin von Großbritannien trifft klare Aussage zu Putin-Sieg

Mehr als zwei Jahren dauert der russische Angriffskrieg auf die Ukraine mittlerweile an. Die Lage ist aktuell dynamisch, Russland macht Gelände gut – dabei sterben aber wohl zahlreiche Soldaten. So berichten es verschiedene Medien. Die genaue Anzahl gefallener Soldat:innen beider Seiten lässt sich nicht unabhängig überprüfen. Sowohl Russland als auch die Ukraine wollen keine präzisen Angaben machen.

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