Schüler sollen unter anderem lernen, wie eine Kalaschnikow auseinander zu nehmen ist.
Schüler sollen unter anderem lernen, wie eine Kalaschnikow auseinander zu nehmen ist.Bild: TASS

Russische Schüler lernen Umgang mit Kalaschnikow – Stolz auf Opfer der Waffen

01.11.2019, 08:4401.11.2019, 13:43

Das russische Bildungsministerium hat Ende Oktober eine Reihe neuer Richtlinien veröffentlicht. Unter anderem sollen die Schüler im Unterricht lernen, wie eine AK-47 auseinander zu nehmen ist, berichtet die "Welt".

Anlass ist der 100. Geburtstag von Michail Kalaschnikow, der Erfinder des Maschinengewehrs. Er ist in Russland ein Volksheld. 2017 ließ Präsident Wladimir Putin ihm in Moskau sogar ein Denkmal errichten.

Das Kalaschnikow-Denkmal

Bild: imago stock&people

Ziel des Unterrichts sei es, die Mädchen und Jungen in Patriotismus zu erziehen. Dazu hat das Bildungsministerium Unterrichtsmaterialien veröffentlicht. So wissen die Lehrer, wie sie die Kinder am besten im Geiste Kalaschnikows "erziehen können", schreibt die "Welt".

In den Büchern wird besonders herausgestellt, dass durch keine andere Waffe als das Sturmgewehr mehr Menschen starben – eine Viertel-Million Menschen. "Kein Konstrukteur habe Vergleichbares geschaffen", heißt es dort.

Kritiker meinen, Schulen würde auf diese Weise ein eher kriegerisches Verständnis lehren als die Errungenschaften Russlands.

Wer war Michail Kalaschnikow?

Michail Kalaschnikow war ein russischer Waffenkonstrukteur. 1946 konstruierte er die nach ihm benannte Waffe.
Schätzungen zufolge wurden von der AK-47 etwa 80 bis 100 Millionen Exemplare produziert.
1949 übernahm die Sowjetarmee das Gewehr in ihr Sortiment.

(lin)

Annäherung an Putin oder Vermittler des Westens – wo steht Erdoğan eigentlich?
Das Nato-Mitgliedsland Türkei möchte einem Bündnis beitreten, das Gegenpol zur Nato sein will. Wie lässt sich das vereinbaren?

Er grinst. Sehr verhalten, aber er grinst, als er von Fans in New York empfangen wird. Er schüttelt Hände, lässt sich feiern. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan ist bereits am Freitag in der US-amerikanischen Großstadt angekommen. Der Grund: die dreitägige Konferenz der Vereinten Nationen. Die 77. UN-Generaldebatte.

Zur Story