A view of samages in a amusement ride after an accident occurred in the early hours in a fairground San Jose de la Rinconada, Seville, Spain, 08 June 2019. The accident resulted in 28 people injured.  ...
Bild: imgao/ Agencia EFE
International

Verletzte auf Volksfest in Spanien: "Wir dachten, es seien unsere letzten Sekunden"

10.06.2019, 12:4310.06.2019, 13:24

28 zumeist junge Besucher eines Volksfestes im Süden Spaniens sind am Wochenende schwer verletzt worden, als ein Karussell bei voller Fahrt auseinander brach. Drei Kinder zwischen 12 und 14 Jahren lagen am Montag noch im Krankenhaus.

Das teilten die Gesundheitsbehörden von San José de La Rinconada mit. Eine 13-Jährige soll schwere Kopfverletzungen erlitten haben. Sie liege auf der Intensivstation, sei aber nicht in Lebensgefahr, hieß es.

An dem voll besetzten Fahrgeschäft des Volksfestes "La Jira" der kleinen Gemeinde in Andalusien hatte sich am frühen Samstagmorgen eine Sitzreihe gelöst, mehrere zumeist sehr junge Menschen wurden durch die Luft geschleudert. Weitere Jahrmarkt-Besucher wurden von herabfallenden Metallteilen verletzt.

Das rasche Eingreifen der Not- und Sicherheitsdienste habe eine größere Tragödie verhindert, schrieb Bürgermeister Javier Fernández auf Facebook. Die Ursache des Unfalls war am Montag noch unklar. Die Verwaltung der Gemeinde versicherte, dass das Fahrgeschäft alle nötigen Genehmigungen hatte.

Man vermute aber Wartungsmängel.

Nach Medienberichten drehte sich der noch erhaltene Teil des Karussells noch einige Runden weiter. Zahlreiche Jugendliche hätten in Panik geschrien und sich an den restlichen Sitzen festgeklammert. Die Jugendliche hätten gedacht, es seien "die letzten Sekunden ihres Lebens", zitierte die Zeitung "Diario de Sevilla" einen Sprecher von San José de La Rinconada.

Das Volksfest wird jedes Jahr im Juni von rund 30.000 Menschen besucht. Es sei am Samstag nur kurzzeitig unterbrochen worden, so Fernández. Abgesagt wurde demnach das für die Nacht zum Montag geplante Abschlussfeuerwerk.

(hd/dpa)

Varosha, eine Geisterstadt auf Zypern

1 / 8
Varosha, eine Geisterstadt auf Zypern
quelle: imago stock&people / imago
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Sag mir nicht, dass ich nicht nachhaltig genug lebe

Russische Frauen berichten: "Fernsehsender sagen, dass alles perfekt ist"
Die Aussagen zweier Ehefrauen von russischen Soldaten in einem Interview mit der "Washington Post" zeigen, wie die Propaganda in Russland verfängt – und sie erneuern die Darstellung einer Armee, in der vieles nicht nach Plan läuft.

Ende Oktober ruft ihr Ehemann Irina Sokolowa aus einem Wald in der Ukraine an. "Sie lügen im Fernsehen", erzählt er ihr mit weinerlicher Stimme und meinte damit die Propagandisten des staatlichen russischen Fernsehens. Dort werden russische Rückschläge in der Ukraine heruntergespielt, der Krieg mit kruden Narrativen einer großen westlichen Bedrohung Russlands durch die Vereinigten Staaten und Europa legitimiert.

Zur Story