"Ich liebe euch alle!" – was in den Briefen der vermissten Thailand-Jungs steht

07.07.2018, 09:0507.07.2018, 12:29

Seit Tagen bangen Menschen in aller Welt um das Wohl der zwölf Jugendfußballer und ihres Trainers. Die Bergungsoptionen sind äußerst riskant, bereits seit zwei Wochen sitzen die Vermissten in der thailändischen Höhle fest. 

Die Bergung wird immer mehr zu einem Wettlauf gegen die Zeit: Zwar kündigten die Behörden an, das Risiko bei der geplanten Bergungsaktion so niedrig wie möglich zu halten. Allerdings sollte es am Samstag regnen und das Wochenende über zu teils heftigen Niederschlägen kommen.

Falls Monsunregen die Bedingungen dramatisch verschlechtert, wollen die Rettungskräfte ihren Einsatz vorzeitig beginnen. Trost spendet den Angehörigen ein bewegender Brief, der ihnen aus der Höhle übermittelt wurde.

Ein Rettungstaucher überbrachte die handgeschriebenenen Zettel, die von der thailändischen Eliteeinheit Navy Seals am Samstag auf ihrer Facebook-Seite veröffentlicht wurden.

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Das Wunder von Thailand
quelle: imago stock&people / xinhua
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Was in den Briefen steht

  • Darin heißt es: "Macht euch keine Sorgen, wir sind alle stark." Die vermissten Jugendfußballer schicken eine hoffnungsvolle Botschaft an ihre Angehörigen, die draußen auf die Rettung warten: "Wenn wir hier rauskommen, wollen wir viele Sachen essen. Wir wollen nach Hause, so schnell wie möglich."
  • Ein anderer, der 15-jährige Phiphat Photi, genannt "Nick", schrieb: "Liebe Mama und Papa und mein kleiner Bruder, wenn ich hier raus bin, könnte ihr mir dann bitte gegrilltes Schweinefleisch mit Gemüse bringen?"
  • Pheerapat, Spitzname "Nacht", der in der Höhle in der nördlichen Provinz Chiang Rai 16 Jahre alt wurde, tröstete seine "geliebten Eltern" und seine Schwester. Sie sollten sich nicht um ihn sorgen. "Ich liebe euch alle!"
  • Der Trainer bat die Familien seiner Schützlinge in dem Brief um Verzeihung und versprach ihnen, sich bestmöglich um die Jungs zu kümmern. "Derzeit geht es ihnen allen gut", versicherte Ekapol Chanthawong. Das Rettungsteam würde die vermissten dreizehn sehr gut behandeln.

Der Brief ist eine Alternative zu der abgebrochenen Telefonverbindung, die Retter zunächst zwischen den Vermissten und ihren Angehörigen legen wollten. 

Die Angehörigen, die seit Tagen vor dem Höhleneingang kampieren, waren zu Tränen gerührt. "Ich bin so froh, seinen Brief und seine Handschrift zu sehen", sagte die Mutter eines Jungen.

(pb/dpa)

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