Der Andrang zur Friedenskundgebung in Berlin ist massiv.
Der Andrang zur Friedenskundgebung in Berlin ist massiv.Bild: www.imago-images.de / Jürgen Held

Mehr als 100.000 Menschen bei Demonstration in Berlin

27.02.2022, 15:5727.02.2022, 18:55

Die Großdemonstration in Berlin gegen den Krieg in der Ukraine ist am Sonntag auf enormes Interesse gestoßen. Nach Angaben einer Polizeisprecherin wurde die Zahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer am frühen Nachmittag trotz weiteren Zustroms bereits "auf eine niedrige sechsstellige Zahl" geschätzt. Das Veranstalterbündnis berichtete von 500.000 Menschen.

Veranstalter schätzen Zahl der Teilnehmenden auf eine halbe Million.
Veranstalter schätzen Zahl der Teilnehmenden auf eine halbe Million.Bild: imago images / Christian Ditsch
Die Kundgebung steht unter dem Motto "Stoppt den Krieg! Frieden für die Ukraine und ganz Europa".
Die Kundgebung steht unter dem Motto "Stoppt den Krieg! Frieden für die Ukraine und ganz Europa".Bild: dpa / Jörg Carstensen

Nach Angaben der Polizei wurde der Versammlungsort an der Siegessäule auch mit Blick auf die Pandemiebedingungen bis zum U-Bahnhof Tiergarten deutlich erweitert. Dennoch gebe es eine hundertprozentige Auslastung der Achse im Zentrum der Hauptstadt.

Aufforderung zu Verhandlungen

Aufgerufen zu der um 13.00 Uhr begonnen Kundgebung hatte ein Bündnis aus zahlreichen zivilgesellschaftlichen Organisationen. In Redebeiträgen forderten sie dazu auf, unverzüglich an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Zudem riefen sie die russische Führung auf, umgehend ihre Kämpfe einzustellen und ihre Truppen zurückzuziehen.

Wie die Veranstalter weiter mitteilten, wurde zudem an die Bundesregierung appelliert, den Ausstieg aus fossilen Brennstoffen voranzutreiben und als friedenssichernde Maßnahme massiv in erneuerbare Energien zu investieren. Zudem setzte sich das Bündnis dafür ein, dass die Grenzen offen bleiben, die Visa-Freiheit weiter besteht und Deutschland Flüchtende aus der Ukraine aufnimmt.

(abd / afp)

EU-Beitrittsgesuch der Ukraine: Was bedeutet das für den Krieg und für uns?

Es war Ende Februar, nur wenige Tage nach dem russischen Einmarsch, als der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj den Antrag auf EU-Mitgliedschaft unterzeichnete. Schon damals zeigte sich EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (CDU) zuversichtlich, dass ein Beitritt realisiert werden könnte. Knapp zwei Monate später übergibt Selenskyj den Fragebogen, der die Grundlage für Beitrittsgespräche darstellt, an die Europäische Union. Eine Antwort wird im Juni erwartet.

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