Russian President Vladimir Putin speaks to Investigative Committee Chief Alexander Bastrykin during their meeting in St. Petersburg, Russia, Sunday, Oct. 9, 2022. (Gavriil Grigorov, Sputnik, Kremlin P ...
Putin droht der Ukraine und dem Westen.Bild: Pool Sputnik Kremlin / Gavriil Grigorov
International

Ukraine unter heftigem Beschuss ++ Putin droht mit einer noch "härteren Antwort"

10.10.2022, 18:4910.10.2022, 18:56

Nachdem die ukrainischen Truppen die russischen Angreifer immer weiter zurückgeschlagen hatten, griff Russland am Montag in mehreren ukrainischen Städten gleichzeitig an. Es herrschte Luftalarm in der gesamten Ukraine.

Zuvor hatte Russlands Präsident Wladimir Putin die von seiner Armee noch teilweise besetzten ukrainischen Gebiete Cherson, Donezk, Luhansk und Saporischschja zu russischem Staatsgebiet erklärt. Währenddessen warnt US-Präsident Joe Biden vor der Gefahr einer Atomkatastrophe. Seiner Meinung nach sei sie so hoch, wie zuletzt vor 60 Jahren.

Alle wichtigen Entwicklungen im Krieg in der Ukraine erfährst du hier im Newsblog.

10. Oktober

16.40 Uhr: Massive Kritik aus zahlreichen Ländern an russischen Raketenangriffen

Viele Regierungen weltweit haben die russischen Raketenangriffe auf mehrere ukrainische Städte verurteilt. Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) schrieb im Kurznachrichtendienst Twitter: "Wir tun alles, um die ukrainische Luftverteidigung schnell zu verstärken." Mit Blick auf das russische Raketenfeuer von Menschen in Todesangst im Kiewer Morgenverkehr und einem Einschlagskrater neben einem Spielplatz betonte sie: "Es ist niederträchtig und durch nichts zu rechtfertigen, dass Putin Großstädte und Zivilisten mit Raketen beschießt."

Die französische Außenministerin Catherine Colonna verurteilte "wahllose" russische Angriffe auf ukrainische Städte. Vorsätzliche Angriffe auf Zivilisten "stellen ein Kriegsverbrechen dar", schrieb Colonna im Kurznachrichtendienst Twitter.

12.21 Uhr: Putin: Raketenschläge gegen Ukraine Reaktion auf "Terroranschläge"

Kremlchef Wladimir Putin hat die Raketenangriffe Moskaus gegen zahlreiche ukrainische Städte als Reaktion auf die "Terroranschläge" gegen russisches Gebiet bezeichnet. Zugleich drohte der russische Präsident Kiew am Montag bei einer Sicherheitsratssitzung mit einer noch härteren "Antwort", sollten die "ukrainischen Angriffe" fortgesetzt werden.

11.14 Uhr: Lukaschenko: Belarus und Russland werden gemeinsame Truppen aufstellen

Belarus und Russland werden nach Angaben des belarussischen Staatschefs Alexander Lukaschenko gemeinsame Truppen aufstellen. "Wir haben beschlossen, einen regionalen Verbund der Russischen Föderation und der Republik Belarus aufzustellen", sagte Lukaschenko am Montag laut der staatlichen belarussischen Nachrichtenagentur Beta, ohne allerdings Angaben zu deren Standort zu machen. Der Ukraine warf er vor, einen Angriff auf Belarus vorzubereiten, weshalb diese Entscheidung nun getroffen worden sei.

Der russische Präsident Wladimir Putin und der belarussischen Präsident Alexander Lukaschenko
Der russische Präsident Wladimir Putin und der belarussischen Präsident Alexander LukaschenkoBild: Pool Sputnik Kremlin/AP / Gavriil Grigorov

9.12 Uhr: Präsident Selenskyj bestätigt Tote durch Raketenangriffe in Kiew

Die Raketenangriffe auf Kiew und andere ukrainische Großstädte haben nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj Tote und Verletzte gefordert. Russland versuche, die Ukraine zu vernichten, teilte der Selenskyj am Montag bei Telegram mit. Die Raketenangriffe gelten als Moskaus Antwort auf die Explosion auf der für Russland strategisch wichtigen Krim-Brücke. Die Polizei sprach von mindestens fünf Toten und zwölf Verletzten bei Angriffen allein in Kiew.

8.53 Uhr: Luftalarm in der ganzen Ukraine, Einschläge in mehreren Großstädten

Nach schweren Explosionen in einer Reihe von Großstädten herrscht in fast allen Landesteilen der Ukraine Luftalarm. "Ein massiver Raketenangriff auf das Gebiet, es gibt Tote und Verletzte", teilte der Militärgouverneur der Region Dnipropetrowsk um die Industriestadt Dnipro, Walentyn Resnitschenko, am Montag auf seinem Telegram-Kanal mit. Über Einschläge berichten auch die Behörden von Lwiw, Chmelnyzkyj und Schytomyr.

People view the scene of Russian missile strikes, as Russia's attack continues, in Kyiv, Ukraine October 10, 2022. REUTERS/Valentyn Ogirenko
Nach schweren Explosionen in einer Reihe von Großstädten herrscht in fast allen Landesteilen der Ukraine Luftalarm.Bild: VALENTYN OGIRENKO/REUTERS

Resnitschenko rief die Bewohner des Gebiets dazu auf, in den Bombenschutzkellern zu bleiben. Getroffen wurden Berichten zufolge nicht nur die Gebietshauptstadt Dnipro, sondern auch die Städte Nikopol und Marhanez, die dem Atomkraftwerk Saporischschja gegenüber am anderen Ufer des Flusses Dnipro liegen. In der Großstadt Saporischschja war nach den nächtlichen Raketenangriffen am Morgen ebenfalls Luftalarm.

Vier Tote gab es Behördenangaben zufolge durch einen Raketenangriff in der ostukrainischen Großstadt Slawjansk im Gebiet Donezk. Der Einschlag sei im Stadtzentrum erfolgt, teilte Bürgermeister Wadym Ljach mit. In der westukrainischen Großstadt Lwiw seien schwere Explosionen zu hören, teilte der Bürgermeister Andrij Sadowyj mit. In mehreren Stadtteilen ist der Strom ausgefallen.

Firefighters work to put out fire at the scene of Russian missile strikes, as Russia's attack continues, in Kyiv, Ukraine October 10, 2022. REUTERS/Valentyn Ogirenko
Nach schweren Explosionen in einer Reihe von Großstädten herrscht in fast allen Landesteilen der Ukraine Luftalarm.Bild: VALENTYN OGIRENKO / REUTERS

"Im Gebiet Chmelnyzkyj sind Explosionen zu hören. Die Flugabwehr ist im Einsatz", teilte auch der dortige Gouverneur, Serhij Hamalij, mit. Zu möglichen Opfern machte er keine Angaben. Medien berichten zudem von Explosionen in Schytomyr. Beide Regionen liegen westlich von Kiew.

8.46 Uhr: Hauptstadt Kiew unter russischer Attacke

Die ukrainische Hauptstadt Kiew ist nach Angaben von Bürgermeister Witali Klitschko unter russischem Raketenbeschuss. Es seien Ziele im Zentrum von Kiew getroffen worden, teilte Klitschko bei Telegram am Montag mit. Er forderte die Menschen auf, Schutz zu suchen.

24.09.2022, Spanien, Barcelona, Catalonia: Vitali Klitschko, Bürgermeister von Kiew, nimmt an einer Pressekonferenz nach der Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung mit der Bürgermeisterin von B ...
In der Hauptstadt der Ukraine sei es zu schweren Explosionen gekommen. Bild: EUROPA PRESS / Kike Rincón

7.45 Uhr: Schwere Explosionen im Zentrum der ukrainischen Hauptstadt Kiew

Im Zentrum der ukrainischen Hauptstadt Kiew ist es am Montagmorgen zu schweren Explosionen gekommen.

10.10.2022, Ukraine, Kiew: Rettungskr
Rettungskräfte untersuchen den Schauplatz eines Angriffs auf Kiew. Die ukrainische Hauptstadt Kiew ist nach Angaben von Bürgermeister Klitschko unter russischem Raketenbeschuss.Bild: AP / Adam Schreck

In Kiew habe es bereits am frühen Morgen mehrere Einschläge gegeben, berichteten Bürgermeister Witali Klitschko und eine Korrespondentin der Deutschen Presse-Agentur. "Details folgen später", sagte Klitschko. Nach Beobachtungen der dpa-Korrespondentin im Zentrum soll ein Feuerball am Himmel zu sehen gewesen sein. In sozialen Netzwerken waren Rauchwolken zu sehen. Andere Augenzeugen berichteten von drei bis vier Einschlägen. Die genaue Zahl war unklar.

Zuvor hatte der Vizechef des russischen Sicherheitsrats, Dmitri Medwedew, der Ukraine Vergeltung für die Explosion auf der für Russland strategisch wichtigen Krim-Brücke am Samstag angedroht. Kremlchef Wladimir Putin hatte am Sonntag von einem "Terroranschlag" auf die Brücke gesprochen und - wie Medien in Kiew – den ukrainischen Geheimdienst SBU verantwortlich gemacht. Bestätigt hatte der SBU eine Beteiligung aber nicht.

Die SBU-Zentrale liegt im Stadtzentrum in Kiew. Die Machtzentrale in Moskau hatte wiederholt gedroht, Kommandostellen in der ukrainischen Hauptstadt ins Visier zu nehmen, wenn der Beschuss russischen Gebiets nicht aufhöre. Kiew ist seit Beginn des russischen Angriffskriegs bereits mehrfach von russischen Raketen getroffen worden. Es war der schwerste Vorfall dieser Art und der erste Angriff auf die Stadt seit Monaten.

9. Oktober

13.10 Uhr: Putins Chef-Propagandist droht mit Atomwaffen

Laut "The Guardian" habe Gouverneur der Krim, Sergei Aksjonow, die Situation als "überschaubar", aber auch "nicht heilvoll" beschrieben. Weiter habe er betont "Natürlich wurden manche Emotionen angetrieben und es gibt den gesunden Wunsch nach Rache". Am Sonntag hat auf der zerstörten Krim-Brücke eine Untersuchung russischer Taucher gestartet, der Zugverkehr verläuft jedoch wieder nach Plan. Der Abgeordnete und stellvertretende Präsident der russischen Staatsduma Peter Tolstoi soll zudem auf Telegram verkündet haben, dass die Ukraine mit Angriffen auf Kraftwerke, Regierungsbunker, Brücken und Hauptquartiere "ins 18. Jahrhundert zurückgetrieben" werden müsse.

Wolodymyr Solowjew, der als Putins Chef-Propagandist gilt, teilte darüber hinaus auf Telegram die Drohung mit Atomwaffen des Kanals Kremlin Pratschka. Dort hieß es, die Explosion schaffe "einen legitimen Vorwand für den Einsatz von Atomwaffen gegen das Kiewer Regime". Begründet wurde die Aussage mit den "Grundlagen der staatlichen Politik der nuklearen Abschreckung", die Putin 2020 verabschiedet hatte.

07.35 Uhr: Selenskyj lässt Beteiligung an Explosion offen

In seiner abendlichen Ansprache ließ der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj eine Beteiligung an der Explosion auf der Krim-Brücke offen. In der Ukraine sei es großteils sonnig und warm gewesen, "auf der Krim leider bewölkt, obwohl auch dort warm", sagte er lediglich. Allerdings forderte er anschließend einmal mehr die Russen zur Aufgabe und Flucht auf. Es werde eine Zukunft ohne Besatzer geben in der Ukraine. "Auf unserem ganzen Territorium, insbesondere auf der Krim", sagte er.

Währenddessen schweigt der Kreml noch immer. Zumindest am Samstag gab es keine Reaktion des russischen Präsidenten auf die Krim-Brücke. Allerdings löst die Explosion international Befürchtungen vor einer weiteren Eskalation im Ukraine-Konflikt aus.

8. Oktober

17.23 Uhr: AKW Saporischschja wieder ohne Strom – Notstrom zur Kühlung

Das von Russland besetzte ukrainische Atomkraftwerk Saporischschja ist erneut von der für die Kühlung der Brennstäbe wichtigen externen Stromversorgung abgeschnitten worden. Der ukrainische Kraftwerksbetreiber Enerhoatom teilte mit, dass am frühen Samstagmorgen die letzte verbliebene Hauptstromleitung "aufgrund eines erneuten Beschusses durch russische Truppen" beschädigt und unterbrochen worden sei.

Das bereits vor Wochen heruntergefahrene AKW sei vollkommen ohne Strom, wodurch automatisch Dieselgeneratoren angesprungen seien. Die Dieselvorräte reichten für zehn Tage eines solchen Notbetriebs, hieß es weiter. Die Stromleitungen müssten repariert werden.

13.47 Uhr: Russland tauscht Kommandeur seiner Ukraine-Offensive aus

Nach einer Serie von Niederlagen hat die russische Armee den Kommandeur ihrer Ukraine-Offensive ausgetauscht. Armeegeneral Sergej Surowikin sei zum Kommandeur der Truppen "im Gebiet der militärischen Spezialoperation" in der Ukraine ernannt worden, gab das Verteidigungsministerium in Moskau am Samstag im Onlinedienst Telegram bekannt.

Der 55-jährige Surowikin war bereits im Bürgerkrieg in Tadschikistan in den 1990er Jahren sowie dem zweiten Tschetschenien-Krieg in den 2000er Jahren und in Syrien ab 2015 im Einsatz. Der Name des bisherigen Kommandeurs des Einsatzes in der Ukraine war nie offiziell genannt worden. Aber russischen Medienberichten zufolge war dies Alexander Dwornikow, der ebenfalls zuvor in Tschetschenien und in Syrien im Einsatz gewesen war.

13.16 Uhr: Tote nach Explosion auf Krim-Brücke

Bei der schweren Explosion auf der Brücke zwischen Russland und der von Moskau annektierten Schwarzmeer-Halbinsel Krim sind nach russischen Angaben mindestens drei Menschen gestorben. Das nationale Ermittlungskomitee teilte am Samstag mit, dass die Leiche eines Mannes und einer Frau aus dem Wasser gezogen worden seien. Es handele sich um vorläufige Angaben, hieß es. Die Menschen sollen in Fahrzeugen gesessen haben, als am Morgen auf der Autostrecke der Krim-Brücke ein vom Festland kommender Lastwagen explodiert sei.

Wenig später, um 13.50 Uhr, verdächtigte der Berater des ukrainischen Präsidentenbüros Mychajlo Podoljak dann auf Twitter Russland selbst, die Explosion ausgelöst zu haben. Da der explodierte Truck aus Russland gekommen sei, sei es auch offensichtlich, wer verantwortlich wäre.

12.51 Uhr: Besitzer des explodierten Lkw auf Krim-Brücke identifiziert

Nach russischen Angaben ist der Besitzer des explodierten Lastwagens identifiziert worden. Es handele sich um einen Einwohner der südlichen russischen Region Krasnodar, erklärten russische Ermittler am Samstag, ohne den Namen des Mannes zu nennen. Demnach wurden an seinem Wohnsitz Ermittlungen eingeleitet, die dokumentierte Fahrtroute des Lastwagens werde überprüft.

12.24 Uhr: Ukraine feiert Zerstörung der Krimbrücke

In der Ukraine sind die Bilder von der brennenden und zerstörten Brücke mit Jubel aufgenommen worden. "Krim. Die Brücke. Der Anfang", schrieb der Berater des ukrainischen Präsidentenbüros, Mychajlo Podoljak, am Samstag bei Twitter. "Alles Illegale muss zerstört werden, alles Gestohlene muss an die Ukraine zurück."

Die Internetzeitung "Ukrajinska Prawda" berichtete unter Berufung auf Sicherheitskreise in Kiew, dass der Geheimdienst SBU hinter der Spezialoperation stecke. Der SBU bestätigte das nicht, veröffentlichte aber wie viele offizielle Stellen in der Ukraine in den sozialen Netzwerken Aufnahmen von der brennenden Brücke – und stellte ein Gedicht dazu.

Postchef Ihor Smyljanskyj kündigte im Nachrichtenkanal Telegram den Druck einer Sondermarke von der Brücke an. "Der Morgen war noch nie so ein schöner. Zu diesem Feiertag bringen wir eine neue Marke heraus mit der Krimbrücke – oder vielmehr mit dem, was von ihr übrig ist." Zuvor hatte die ukrainische Post schon eine Briefmarke des zerstörten russischen Kreuzers "Moskwa" der russischen Schwarzmeerflotte herausgebracht.

Stamp-like artwork featuring Crimea bridge blast People pose in Kyiv on Oct. 8, 2022, for a photo in front of an oversized stamp featuring an artist s impression of an explosion earlier that day which ...
Ukrainerinnen vor der neuen BriefmarkeBild: imago images / Kyodo News

10.37 Uhr: Teile der Krim-Brücke eingestürzt

Kremlnahe Medien veröffentlichten inzwischen Videos, auf denen eine zerstörte Fahrbahn und ins Wasser gestürzte Autobahnteile zu sehen sind. Auf der daneben gelegenen Zugstrecke sind mehrere ausgebrannte Waggons eines Güterzugs zu sehen, in denen Diesel transportiert worden sein soll.

Russlands nationales Ermittlungskomitee teilte mit, dass nach vorläufigen Angaben am Samstagmorgen auf der Autostrecke der Krim-Brücke ein Lastwagen explodiert sei. Das Fahrzeug kam demnach vom russischen Festland und fuhr in Richtung des Küstenorts Kertsch auf der Krim. Durch die Explosion seien sieben mit Treibstoff gefüllte Zisternen des Güterzugs in Brand geraten. Dadurch seien Teile der Fahrbahn eingestürzt. Die Behörde erklärte nicht, wie ein einzelner Lastwagen Schäden eines solchen Ausmaßes angerichtet haben könnte. Die Treibstoffversorgung sei ungeachtet des verbrannten Diesels allerdings gesichert.

Zuletzt kam es in der Region Kertsch, die auf der Krim direkt an die Brücke grenzt, immer wieder zu Zwischenfällen mit Drohnen, die explodierten.

07.34 Uhr: Schwere Explosionen erschüttern die Krim

Nach mehreren schweren Explosionen auf der von Russland besetzten Halbinsel Krim ist laut russischen Behördenangaben ein großer Brand auf der Bahnbrücke ausgebrochen. Es brannte dem Anschein nach ein Wagon mit Treibstoff, wie auf verschiedenen Fotos zu sehen war. Die Fahrbahn auf dem Straßenteil war demnach auch massiv beschädigt. Die Brücke wurde für den Verkehr gesperrt. Es sollte eine Fährverbindung eingerichtet werden, wie die Regierung in der Krim-Hauptstadt Simferopol mitteilte.

Russia. Kerch. OCTOBER 8, 2022. Fire on a section of a bridge linking Crimea to mainland Russia. According to preliminary information, a fuel storage tank is on fire. Traffic has been temporarily susp ...
Rauch auf der brennenden Brücke zur KrimBild: IMAGO images/ITAR-TASS

Der russische Präsident Wladimir Putin ist nach Kremlangaben über den schweren Brand auf der Brücke zur Schwarzmeer-Halbinsel Krim informiert worden. Er habe angewiesen, eine Kommission zur Untersuchung der Ursachen des Feuers einzusetzen, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Samstag der Agentur Interfax zufolge.

Russland hatte bereits eindringlich davor gewarnt, die Brücke – ein zentrales strategisches Bauwerk – unter Beschuss zu nehmen und für den Fall auch damit gedroht, Kommandozentralen in der ukrainischen Hauptstadt Kiew ins Visier zu nehmen. Die ukrainische Führung hatte mehrfach auch schwere Waffen mit großen Reichweiten aus dem Westen gefordert. Damit sollte dann auch die Brücke zerstört werden, wie es in Kiew hieß.

Hier geht es zu den älteren Nachrichten über den Ukraine-Krieg.

(dpa)

Baerbock für internationales Sondergericht zu Moskaus Angriffskrieg

Der Krieg in der Ukraine hält nun schon seit fast elf Monaten an. Während es in den kommenden Wochen kaum Erfolge – weder auf ukrainischer noch auf russischer Seite – gab, vermeldete Russland am Freitag einen Erfolg. Nach tagelangen blutigen Gefechten mit Häuserkämpfen hat Russland die Stadt Soledar im Gebiet Donezk im Osten der Ukraine nun offiziell für eingenommen erklärt. Westliche Experten hatten ebenfalls berichtet, dass Russland den Ort wohl eingenommen habe.

Zur Story