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Anklage in Georgia: Verbrecher-Foto von Trump-Verbündetem veröffentlicht

John Eastman, left, an attorney indicted with former President Donald Trump, leaves after speaking to media outside the Fulton County Jail in Atlanta, where he was booked on Tuesday, Aug. 22, 2023. Hi ...
Der erste Mitangeklagte und pro-Trump Anwalt John Eastman hat sich den Behörden im US-Bundesstaat Georgia übergeben.Bild: Atlanta Journal-Constitution / Arvin Temkar
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Anklage in Georgia: Verbrecher-Foto von Trump-Verbündetem veröffentlicht

23.08.2023, 10:48
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Es nimmt Fahrt auf. Im Fall der Anklage in Georgia hat sich ein Verbündeter des Ex-Präsidenten Donald Trump bereits in einem Gefängnis im US-Bundesstaat gestellt.

Es geht um versuchte Wahlmanipulation nach der Niederlage von Trump bei der Präsidentschaftswahl 2020. Trump und weitere Mitstreiter wurden für ihre Bemühungen, das Wahlergebnis zu beeinflussen, strafrechtlich angeklagt, so auch Trumps Anwalt John Eastman.

Nachdem die Behörden die Daten (darunter auch ein Polizeifoto) von Eastman aufgenommen hatten, wurde er laut US-Medienberichten wieder aus dem Fulton County Gefängnis entlassen. Dort wechselte der Anwalt wenige Worte mit Journalist:innen. Von Reue zeigt er offensichtlich keine Spur.

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Trumps-Anwalt glaubt weiter an die angeblich gestohlene Wahl

Vor dem Gefängnis sagte Eastman gegenüber dem US-Nachrichtensender MSNBC, dass er "absolut" immer noch glaubt, dass die Wahl 2020 gestohlen wurde. "Das steht für mich außer Frage", meint Eastman, obwohl es bis heute dafür keine Beweise gibt. Er betont zudem, dass er seine Anwaltskosten in diesem Fall selbst trage.

Laut US-Medien ist Eastman in neun Anklagepunkten angeklagt, darunter Erpressung, Verschwörung zur Fälschung und Einreichung falscher Dokumente. Nun gibt es ein Verbrecherfoto von ihm, dass die Behörden veröffentlichten.

Damit stellt sich wohl jede:r die Frage: Darf man auch mit einem Polizeifoto, dem sogenannten Mugshot, von Trump rechnen?

Gibt es ein Polizeifoto von Trump?

Am Donnerstag soll auch Trump sich den Behörden in Georgia übergeben. Laut dem US-Wirtschaftsmagazin "Forbes" deutete der Sheriff von Fulton County an, dass Trump wie andere Angeklagte im Gefängnis ein Verbrecherfoto bekommen werde. Es heißt: Er würde sich an die "normalen Praktiken" halten, wenn er nicht anders informiert wird.

FILE - Republican presidential candidate former President Donald Trump speaks to supporters during a visit to the Iowa State Fair, Saturday, Aug. 12, 2023, in Des Moines, Iowa. Trump’s response this w ...
Medien spekulieren, ob es auch ein Polizeifoto von Donald Trump geben wird.Bild: AP / Charlie Neibergall

Laut anderen Medienberichten wird noch darüber verhandelt, ob ein Mugshot gemacht wird und ob es dann veröffentlicht werden darf. Trumps Anwaltsteam wolle angeblich beides verhindern. Doch das Polizeifoto von Eastman ist bisher nicht das einzige.

Auch Mitangeklagter Scott Hall hat ein Mugshot

Neben Eastman hat sich ebenfalls Mitangeklagter Scott Hall den Behörden bereits übergeben. Er arbeitet als Kautionsbürge in Atlanta. Ihm wird eine angebliche Beteiligung an der Verletzung des Wahlsystems von Coffee County, Georgia vorgeworfen. Auch von ihm kursiert ein Mugshot in den US-Medien.

Insgesamt sind 19 Personen in diesem Fall angeklagt, darunter auch Trump. Den Fall leitet die Staatsanwältin Fani Willis, die Trump jüngst immer wieder verbal attackiert hat. Er selbst bezeichnet das Verfahren als "Hoax", einen Scherz und sieht sich als Opfer einer "Hexenjagd".

Jüngst regte er sich darüber auf, dass Willis auf einer Kaution von 200.000 Dollar für ihn bestand und machte dazu eine kuriose Andeutung.

Trump scherzt, er würde nach Russland fliehen

"Ich nehme daher an, dass sie dachte, ich sei ein 'Fluchtrisiko', ich würde weit weg fliegen, vielleicht nach Russland, Russland, Russland, eine goldene Kuppelsuite mit Wladimir teilen und nie wieder gesehen oder von ihm gehört werden", schreibt er auf seiner Plattform Truth Social.

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bild / screenshot social truth

Bis Freitagmittag Ortszeit haben alle Angeklagten in diesem Fall Zeit, sich freiwillig den Behörden zu stellen.

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