International

Reality-TV-Gipfel im Weißen Haus – Donald trifft Kim

31.05.2018, 11:0131.05.2018, 14:41

Aber nicht den Kim, sondern die Kim:

Reality-TV-Star Kim Kardashian kam im Oval Office vorbei, um mit dem Präsidenten (und ehemaligen Reality-TV-Star) über Gefängnisreformen zu reden.

Ja, im Ernst.

Kardashian setzte sich bei Trump für die Begnadigung der 62 Jahre alten Alice Marie Johnson ein, die eine lebenslange Freiheitsstrafe im Zusammenhang mit Drogendelikten verbüßt. Sie hoffe, dass Johnson "wie so viele eine zweite Chance im Leben erhält", schrieb die Ehefrau von Rapper und Trump-Fan Kanye West auf Twitter.

Kanye hat sie übrigens zuhause gelassen. Auch das Kamerateam ihrer TV-Show "Keeping up with the Kardashians" war nicht dabei. Ihr ging es um die Sache. (Vielleicht aber auch um ein bisschen Promo, wer weiß das schon...)

(fh/dpa)

Für diese Frau setzt sich Kardashian ein

Alice Marie Johnson, die am Mittwoch Geburtstag hatte, sitzt seit 1996 ein. Sie war unter anderem für schuldig befunden worden, als Telefonvermittlerin in Drogengeschäften tätig gewesen zu sein. Johnson sollte bereits von Trumps Vorgänger Barack Obama begnadigt werden, aber daraus wurde nichts - angeblich aus Fristgründen.

Kardashian hatte von Johnsons Fall aus sozialen Medien erfahren und begonnen, sich für die Frau zu engagieren. Ihrem Besuch bei Trump sollen monatelange Verhandlungen mit dessen Schwiegersohn Jared Kushner vorausgegangen sein, der eine Reform des Strafvollzugs organisieren soll. Die US-Regierung hat unter Trump den Umgang mit Drogendelikten noch verschärft. Zu dieser Politik würde eine Begnadigung Johnsons eigentlich nicht passen.

"Die einzige Kim, die er kriegen konnte"

Im Internet gab es eine kontroverse Diskussion über Kardashians Besuch. Für die eine Seite belegt er die Niveaulosigkeit und das Reality-TV-hafte von Trumps Präsidentschaft. Die andere Seite meint, wegen Kardashians Einsatz würden sich nun Zehntausende junger Menschen erstmals für Missstände im Strafvollzug interessieren - und das sei eine gute Sache.

(fh/dpa)

USA-Experte: Gegen Trump würde Biden wohl gewinnen – aber nicht gegen andere Kandidaten

In seiner Rede zur Lage der Nation macht US-Präsident Joe Biden den ganz großen Aufschlag: Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Vereinigten Staaten. Dazu viel Pathos und große Worte. Und das 72 Minuten lang. "Das waren zwölf Minuten länger als im vergangenen Jahr", sagt Kampagnenexperte Julius van de Laar. Er beriet einst Barack Obama in dessen Wahlkampf. Für van de Laar macht die Rede eines deutlich: Joe Biden wollte zeigen, er ist fit und vital.

Zur Story