
Söder beim Besuch einer Mundschutz-Produktion im bayerischen Weng.Bild: imago images / Overstreet
Deutschland
10.04.2020, 09:5110.04.2020, 13:54
Von den möglichen Kanzlerkandidaten der Union hat
CSU-Chef Markus Söder inzwischen den mit Abstand größten Rückhalt in
der Bevölkerung.
- Nach einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur wünschen sich 27 Prozent der Befragten, dass der bayerische Ministerpräsident bei der nächsten Bundestagswahl für die Nachfolge von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) antritt.
- Weit abgeschlagen dahinter liegen der frühere Bundestags-Fraktionschef Friedrich Merz mit 12 und der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet mit 8 Prozent.
- Gesundheitsminister Jens Spahn kommt auf 7 Prozent und der Außenpolitiker Norbert Röttgen nur noch auf 3 Prozent. 43 Prozent der Befragten machten keine Angaben.
Aufholjagd von Markus Söder in der Corona-Krise
Vor Beginn der Corona-Krise in Deutschland Ende Februar hatte das
noch ganz anders ausgesehen. Damals war Merz noch die Nummer eins mit
18 Prozent Zustimmung vor Söder mit 12 und Röttgen mit 11 Prozent.
Dahinter folgten Laschet mit 9 und Spahn mit 7 Prozent.
Der
Gesundheitsminister konnte anders als Söder von seinem
Krisenmanagement in der Corona-Krise offensichtlich nicht
profitieren. Der größte Verlierer ist Röttgen, der seit Ausbruch der
Krise kaum noch in Erscheinung getreten ist.
Söder will bisher nicht Kanzlerkandidat werden
Söder hat mehrfach erklärt, dass er die Kanzlerkandidatur nicht
anstrebe.
"Die Frage, wie es im nächsten Jahr weitergeht, spielt
überhaupt keine Rolle für mich. Im Übrigen haben wir eine starke
Kanzlerin, die Bayern sehr unterstützt. Mein Platz ist und bleibt in
Bayern", sagte er in einem am Donnerstag veröffentlichten Interview
der Deutschen Presse-Agentur. "Ich bewerte im Moment keine Haltungs-
und Stilfragen oder lese Umfragen. Die einzigen Werte, die mich
interessieren, sind jeden Tag die neuen Infektionszahlen."
(ll/dpa)
Ein Chat mit einem alten Bekannten. Er glaubt den russischen Narrativen und ich lasse mich auf die Diskussion ein.
Der Laptop steht noch auf dem Esstisch. Daneben: ein Kaffee, halb ausgetrunken. Samstagnachmittag. Ich hätte gerne etwas anderes getan – Serien geschaut, Flohmarkt, einen Spaziergang. Stattdessen sitze ich fest. In einem Whatsapp-Chat. Mit Lars, der nicht wirklich Lars heißt, aber in diesem Text so genannt wird.