
Der türkische Präsident Erdogan und Kremlchef Putin berieten am Donnerstag über die Lage in Syrien.Bild: Sputnik / Sergey Guneev
International
05.03.2020, 18:4105.03.2020, 18:57
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat sich nach eigenen Angaben mit seinem russischen Kollegen Wladimir Putin auf eine Waffenruhe in der syrischen Rebellen-Provinz Idlib verständigt. Die Feuerpause werde ab Mitternacht gelten, sagte Erdogan am Donnerstagabend.
- Die Türkei und Russland würden sich dafür einsetzen, dass die Waffenruhe auch halte und dass Hilfsgüter an Syrer in Not gelangen könnten. Die Türkei behalte sich das Recht vor, gegen Angriffe syrischer Regierungstruppen zurückzuschlagen.
- Erdogan und Putin führten am Donnerstag in Moskau nach Angaben des Kreml mehrere Stunden lang Gespräche wegen der Lage in Idlib. Die Türkei ist in der Region mit eigenen Soldaten vor Ort und unterstützt Aufständische.
- Russland ist dagegen der wichtigste militärische Verbündete der syrischen Regierungstruppen, die mithilfe der russischen Luftwaffe versuchen, die letzte große Rebellenhochburg unter ihre Kontrolle zu bringen.
Wegen der Kämpfe sind rund eine Million Syrer auf der Flucht nach Norden in Richtung türkischer Grenze. Die Türkei hat allerdings bereits etwa 3,6 Millionen Flüchtlinge aus dem Bürgerkriegsland aufgenommen. Noch mehr schafft sie nach eigenen Angaben nicht. Sie hat deshalb die Grenzen zur EU geöffnet.
(pcl/dpa/afp)
Die Region Pokrowsk ist derzeit einer der umkämpftesten Frontabschnitte in der Ukraine. Russland fuhr hier kürzlich einen Angriff, der eine neue Taktik der Angreifer offenlegt.
Die Ukraine hat eigenen Angaben zufolge einen besonders intensiven russischen Angriff in der Region Pokrowsk abgewehrt. Auffällig war dabei die Taktik der Russen: Die Angreifer sollen fast 100 Motorräder genutzt haben, um mit hoher Geschwindigkeit auf ukrainische Stellungen vorzurücken.