Verdächtiger Iraker in Chemnitz soll mit zwei Identitäten unterwegs gewesen sein

Der Anlass für die Ausschreitungen in Chemnitz war eine tödliche Messerattacke auf einen 35-Jährigen. Über einen der Tatverdächtigen werden mehr und mehr Details bekannt.

Der Iraker hatte sich nach Angaben der Vorsitzenden des Bundestags-Innenausschusses, Andrea Lindholz (CSU), zwei gefälschte Identitäten zugelegt.

"Ich weiß, dass er mit zweifach gefälschten Papieren unterwegs gewesen ist und dass sich der Mann zweimal in die Niederlande abgesetzt hat und auch mit zwei Identitäten unterwegs gewesen ist."

Das sagte Lindholz am Freitag "SWR Aktuell"

Die CSU-Politikerin sieht Versäumnisse bei der Ausländerbehörde in Chemnitz. Denn obwohl das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) die Rücküberstellungspflicht bereits am 1. Juni 2016 festgestellt habe, sei diese nicht fristgerecht erfüllt worden. In der Ausländerbehörde "hätte man innerhalb von sechs Monaten die Rücküberstellung nach Bulgarien vornehmen müssen. Wieso das in den sechs Monaten der Ausländerbehörde Chemnitz nicht gelungen ist, das kann ich heute nicht sagen", sagte Lindholz.

Zwei "Totalfälschungen" unter seinen Dokumenten

Auch der "Spiegel" berichtete am Freitag, dass eine Untersuchung des Bamf ergeben habe, dass zwei der von dem Mann vorgelegten Personaldokumente "Totalfälschungen" seien. Das Bamf äußerte sich zunächst nicht zu dem Bericht.

 (ts/dpa)

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