ARCHIV - 11.03.2022, Berlin: Lothar Wieler, Pr
Lothar Wieler geht von steigenden Corona-Fallzahlen im Herbst aus. Bild: dpa / Carsten Koall
Deutschland

RKI-Chef fordert gesetzlichen Rahmen für Corona-Bekämpfung im Herbst

28.05.2022, 10:28

Angesichts einer möglichen neuen Corona-Welle im Herbst fordert der Chef des Robert Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, einen wirksamen gesetzlichen Rahmen zur Bekämpfung des Virus. "Die gesetzlichen Rahmenbedingungen müssen natürlich stimmen", sagte Wieler mit Blick auf das Infektionsschutzgesetz am Samstag im Bayerischen Rundfunk.

Die rot-grün-gelbe Bundesregierung ringt derzeit um Corona-Schutzvorgaben für den Herbst. Die derzeit geltende Fassung des Infektionsschutzgesetzes läuft bis zum 23. September.

Corona-Zahlen sollen im Herbst wieder steigen

Wieler sagte, wohl alle Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, "die sich wirklich ernsthaft und fundiert, also mit Fachwissen, mit dieser Pandemie befassen, gehen davon aus, dass im Herbst die Zahlen wieder steigen werden". Man werde wieder steigende Inzidenzen sehen. "Was wir aber nicht wissen, – und das ist die große Unbekannte – ist, welche Krankheit wird das Virus machen."

Er empfehle nach wie vor, dass Masken in bestimmten Situationen getragen würden. "Ich gehe davon aus, dass im Laufe des Sommers man das auch einstellen kann. Aber das hängt wirklich von den Gegebenheiten ab." Er erwarte, dass man im Herbst diese Maßnahmen teilweise zurückholen müsse.

Keine langfristige Prognose möglich

Für große Veranstaltungen wie etwa das Münchener Oktoberfest wolle er noch keine Prognosen wagen. Man könne die Situation nur kurz vor dem eigentlichen Ereignis realistisch einschätzen. "Wir haben alle Mittel und Werkzeuge in der Hand, um auch Zusammentreffen zu ermöglichen. Da sind zum Beispiel die Testungen oder natürlich auch das Tragen von Masken", sagte der RKI-Chef. Man wisse also sehr gut, wie mit dieser Pandemie umzugehen sei.

(dpa/fw)

Einigung im Bürgergeld-Zoff: Aus Reform wird Reförmchen

Es sollte die große Sozialreform der zwanziger Jahre werden. Sollte. Denn nach dem Boykott der Union und dem Stopp des Gesetzgebungsverfahrens im Bundesrat musste der Gesetzentwurf der Ampel Federn lassen. Und dabei kam die Reform von Anfang an eher als Reförmchen daher.

Zur Story