Militante Palästinenser haben erneut Raketen auf Israel geschossen

26.07.2018, 07:5926.07.2018, 08:11

Militante Palästinenser im Gazastreifen haben erneut Raketen in das israelische Grenzgebiet gefeuert. Das israelische Militär teilte am Donnerstag mit, in der Nacht seien insgesamt neun Geschosse aus dem Küstengebiet identifiziert worden. Eines davon sei von der Raketenabwehr abgefangen worden. Die meisten seien auf freiem Feld in der Nähe des Grenzzauns eingeschlagen.

Nach Schüssen militanter Palästinenser auf israelische Soldaten an der Grenze, hatte Israels Armee am Mittwochabend Ziele im Gazastreifen bombardiert. Mindestens drei Palästinenser wurden dabei nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Gaza getötet. Nach palästinensischen Angaben handelte es sich um Mitglieder der im Gazastreifen herrschenden Hamas.

Die israelische Armee teilte mit, es seien sieben Militärposten der Hamas mit schweren Geschützen beschossen worden. Zuvor sei ein israelischer Offizier durch Schüsse an der Grenze mittelschwer verletzt worden.

Viele Raketen, die aus dem Gazastreifen auf Israel geschossen werden, werden durch das Raketenverteidigungs-System "Iron Dome" abgefangen. Das Foto entstand während eines Raketenangriffs am 14. Juli 2018 in der südisraelischen Stadt Ashkelon.
Viele Raketen, die aus dem Gazastreifen auf Israel geschossen werden, werden durch das Raketenverteidigungs-System "Iron Dome" abgefangen. Das Foto entstand während eines Raketenangriffs am 14. Juli 2018 in der südisraelischen Stadt Ashkelon.Bild: reuters

Hamas hatte Rache angekündigt

Der militärische Arm der Hamas teilte nach den Angriffen mit, seine Kämpfer seien in höchste Alarmbereitschaft versetzt worden und kündigte Rache gegen Israel an.

Es war die erste größere Eskalation seit dem Wochenende, als ein israelischer Soldat und vier Palästinenser getötet wurden. Die Hamas hatte danach in der Nacht zum Samstag eine Waffenruhe verkündet. Ägypten und die Vereinten Nationen bemühen sich immer wieder um eine Beruhigung der angespannten Lage. Israel hatte den seit zwei Wochen geschlossenen Warenübergang in den seit mehr als zehn Jahren blockierten Küstenstreifen am Dienstag wieder teilweise geöffnet.

(fh/dpa)

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