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USA: Trump-Verbündeter Mike Johnson legt kuriose Porno-Beichte ab

Speaker of the House Mike Johnson, R-La., talks with reporters at the Capitol in Washington, Thursday, Nov. 2, 2023. President Joe Biden and his White House’s relationship with Johnson will be one of  ...
Erst seit wenigen Tagen ist der Republikaner Mike Johnson Sprecher des US-Repräsentatenhauses.Bild: AP / J. Scott Applewhite
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Republikaner Mike Johnson macht kurioses Geständnis zu eigenem Porno-Konsum

06.11.2023, 15:30
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Erst Ende Oktober wurde der Republikaner Mike Johnson auf den drittwichtigsten Posten im politischen System der Vereinigten Staaten von Amerika gewählt. Seither ist er der Sprecher des US-Repräsentantenhauses. Expert:innen hatten den Namen des 51-Jährigen wohl eher nicht auf der Liste für diesen Posten. Johnson gehörte bis dato zu den Unbekannteren seiner Partei.

Er gehört der religiösen Rechten seiner Partei an, ist Abtreibungsgegner und Donald-Trump-Fan. Er weigerte sich 2020 den Sieg von Joe Biden bei der Präsidentschaftswahl anzuerkennen. Bislang ist das Vertrauen, das Johnson entgegengebracht wird, allerdings eher mäßig – selbst Abgeordnete der Republikaner sind sich wohl nicht sicher, ob er dem Amt tatsächlich gewachsen ist. Nun ist auch noch ein Video aufgetaucht, dass Johnson in ein fragwürdiges Licht rückt.

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Software soll US-Speaker vom Porno gucken abhalten

Seit seiner Ernennung wurde Johnsons Leben genauestens unter die Lupe genommen. Dabei wurde zum Beispiel deutlich, dass er ein christlicher Nationalist ist, der sich bei der Anti-LGBTQI-Organisation Alliance Defending Freedom engagiert hat. Johnson soll laut dem "Rolling Stone" außerdem behauptet haben, Schießereien in Schulen seien auf Abtreibungen und die Evolutionslehre zurückzuführen.

Das nun aufgetauchte Video stammt aus dem Jahr 2022. Wie der "Rolling Stone" berichtet, beteiligte sich Johnson damals an einem Gespräch zum Thema "Krieg gegen die Technologie" Cypress Baptist Church in Benton, Louisiana.

Johnson erklärte dort, dass er eine "Verantwortungssoftware" namens Covenant Eyes auf seinen Geräten installiert hat, um auf Internetpornos und andere unappetitliche Websites zu verzichten. X-User (ehemals Twitter) Receipt Maven hat den Ausschnitt auf der Social-Media-Plattform geteilt.

Die Idee der App: "Es scannt alle Aktivitäten auf Ihrem Telefon, Ihren Geräten, Ihrem Laptop und so weiter – wir machen alles", sagt Johnson dazu. Der Clue: Einmal wöchentlich wird die Auswertung an den sogenannten "Vertrauenspartner" geschickt. Johnsons Wahl seines Partners wirkt ähnlich befremdlich, wie die App selbst. Seinen Porno-Konsum lässt der US-Speaker nämlich von seinem 17-jährigen Sohn Jack überprüfen.

Dazu sagt er in dem Video:

"Er und ich erhalten also einmal pro Woche einen Bericht über all die Dinge, die sich auf unseren Telefonen, auf all unseren Geräten befinden. Wenn etwas Unangenehmes auftaucht, wird Ihr Verantwortungspartner sofort benachrichtigt. Ich bin stolz, Ihnen sagen zu können, dass mein Sohn eine weiße Weste hat."

Ein Arrangement, das wohl viele als Cringe bezeichnen würden. Receipt Maven, der das Video zuerst geteilt hatte, stellt außerdem die Frage: Nutzt Johnson die App auch in seiner neuen Funktion – und hat so ein Drittanbieter Zugriff auf Johnsons Geräte? "Ich meine, wer sonst hat Zugriff auf diese Daten?", schreibt Maven.

Mit Blick auf das Tiktok-Verbot, das für die Handys der Abgeordneten im US-Repräsentantenhaus gilt, ist schwer vorstellbar, dass eine solche Software tatsächlich auf offiziellen Geräten des Sprechers laufen darf. Die Frage steht trotzdem im Raum.

Russland: Bericht enthüllt perfiden Putin-Plan für Deutschland

Wladimir Putin legt sich mit dem Westen an. Die Gründe dafür sind vielfältig. Dem Kreml-Machthaber ist etwa schon seit Langem die Aufnahme von ehemaligen Sowjet-Ländern in die Nato ein Dorn im Auge. Das Argument der "Nato-Osterweiterung" nennt er regelmäßig im Zusammenhang mit seiner "Militäroperation" in der Ukraine an, wie er den Krieg bevorzugt nennt. Dass sich Deutschland hinter das Land stellt, ist für den Russland-Präsidenten ein Grund mehr, Groll gegen die Bundesrepublik zu hegen.

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