12.02.2022, Ukraine, Kiew: Protestteilnehmer nehmen an einer Demonstration gegen die m
Am Samstag gingen in Kiew Menschen auf die Straße, nachdem es von US-amerikanischer Seite geheißen hatte, Russland werde bald in der Ukraine einmarschieren.Bild: dpa / Efrem Lukatsky
International

Kiew kritisiert "Panikmache" im Westen: "Hilft Ukraine nicht"

12.02.2022, 16:52

Nach neuerlichen US-amerikanischen Warnungen vor einer möglichen russischen Invasion der Ukraine in der kommenden Woche hat sich Kiew verwundert gezeigt. "Falls Sie oder jemand anderes zusätzliche Informationen über einen 100-prozentigen Einmarsch am 16. (Februar) haben, dann geben Sie uns bitte diese Information", sagte Präsident Wolodymyr Selenskyj am Samstag Journalisten. Kiew sei sich dessen bewusst, dass es Risiken gebe.

Dennoch würde es im öffentlichen Raum zu viele Berichte über einen großen Krieg Russlands gegen die Ukraine geben. Kiew sei zwar auf alles vorbereitet. Doch: "Der beste Freund für die Feinde ist Panik in unserem Land", richtete Selenskyj sich auf Englisch an westliche Journalisten. All diese Informationen würden nur Panik schüren und der Ukraine nicht helfen.

Bisher keine Mobilmachung in der Ukraine

Am Vortag hatten verschärfte Warnungen aus Washington vor einem möglichen russischen Angriff auf die Ukraine international Unruhe ausgelöst. Wie zuvor bereits zahlreiche andere westliche Staaten forderte auch die Bundesregierung am Samstag Deutsche auf, das Land zu verlassen, darunter Italien, Spanien und Schweden.

Seit Wochen ist in westlichen Berichten von einem russischen Truppenaufmarsch nahe der ukrainischen Grenzen die Rede. Der Kreml weist Einmarschpläne regelmäßig von sich und spricht von "Kriegshysterie". In der Ukraine wurde bislang weder mobil gemacht noch der Kriegszustand ausgerufen.

(andi/dpa)

Kurdischer Aktivist prangert an: "Was das iranische Regime anrichtet, kann man nur als Massaker bezeichnen"

Die Proteste im Iran gingen Mitte September in den kurdischen Gebieten los. Dort greift das Regime aktuell extrem hart durch. Viele Iraner:innen solidarisieren sich mit den Kurden. Shoan Vaisi ist Kurde, politischer Aktivist und in der iranischen Provinz Kurdistan aufgewachsen. Unter Kurdistan versteht man das gesamte Siedlungsgebiet der Kurd:innen. Das erstreckt sich über mehrere Staaten. Im Irak und im Iran tragen zudem Provinzen den Titel Kurdistan.

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