Die Antragsgesuche von Schweden und Finnland bezeichnet der Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg als "historisch".
Die Antragsgesuche von Schweden und Finnland bezeichnet der Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg als "historisch".Bild: AA / Dursun Aydemir

Finnland und Schweden haben Anträge auf Nato-Mitgliedschaft eingereicht

18.05.2022, 09:00

Schweden und Finnland haben offiziell die Aufnahme in die Nato beantragt. Die beiden nordischen Länder reichten ihre Mitgliedsanträge am Mittwoch gemeinsam ein. "Dies ist ein historischer Moment zu einem kritischen Zeitpunkt für unsere Sicherheit", sagte Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg.

Am Dienstag hatte das finnische Parlament mit überwältigender Mehrheit für einen Nato-Beitritt des Landes gestimmt. Kurz zuvor hatte Schwedens Außenministerin Ann Linde den Aufnahmeantrag ihres Landes unterzeichnet.

Sowohl Schweden als auch Finnland streben wegen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine in das Militärbündnis. Für die beiden nordischen Länder ist die Nato-Beitrittskandidatur nach jahrzehntelanger Bündnisneutralität eine Zäsur. Die Nato hat Finnland und Schweden eine rasche Aufnahme in Aussicht gestellt. Das Mitgliedsland Türkei droht allerdings mit einem Veto gegen die Norderweiterung.

(afp)

Was vom Nato-Gipfel zu erwarten ist und was es mit der Erhöhung der Eingreifkräfte auf sich hat
Vor dem Nato-Gipfel am 29. und 30. Juni verkündete Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg am Montag die "größte Neuaufstellung unserer kollektiven Verteidigung und Abschreckung seit dem Kalten Krieg". Das bedeutet: Rund 300.000 Nato-Streitkräfte sollen in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt werden.

Drei Tage lang haben sich die sieben größten Industrienationen der Welt auf dem G7-Gipfel im bayerischen Elmau über die Weltwirtschaftslage beraten. Am Dienstag ging es für Bundeskanzler Olaf Scholz, US-Präsident Joe Biden und einige andere Staats- und Regierungschefs weiter nach Madrid: zum Nato-Gipfel.

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