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Russland: Putin-Freund Ramsan Kadyrow will in Ostdeutschland einfallen

GROZNY, CHECHEN REPUBLIC, RUSSIA - MARCH 29, 2022: Ramzan Kadyrov, head of the Chechen Republic, speaks during a review of the Chechen Republic s troops and military hardware at his residence. Early o ...
Wenn es nach dem Machthaber der russischen Teilrepublik Tschetschenien, Ramsan Kadyrow, ginge, soll die russische Armee bis nach Ostdeutschland marschieren. Bild: IMAGO/ITAR-TASS / Yelena Afonina
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Scholz "in die Schnauze hauen" – Putin-Freund Kadyrow will in Ostdeutschland einfallen

15.02.2023, 17:42
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Ramsan Kadyrow gilt als enger Verbündeter von Wladimir Putin. Als Machthaber der russischen Teilrepublik Tschetschenien steht er Seite an Seite mit Russland.

Nun schickt er eine klare Drohung nach Deutschland und an den Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD).

Russland, Wiktor Solotow, Chef der russischen Nationalgarde, trifft Ramsan Kadyrow in Grosny RUSSIA, GROZNY - DECEMBER 28, 2022: Head of Chechnya Ramzan Kadyrov front attends a ceremony to open new ac ...
Ramsan Kadyrow fällt immer wieder mit verbalen Attacken auf, die er etwa gegen die Nato-Länder richtet.Bild: IMAGO/ITAR-TASS/ Sipa USA

Wenn es nach Kadyrow ginge, sollte die russische Armee in Ostdeutschland einmarschieren. "Wir sollten dahin zurückkehren, es ist unser Territorium", sagt er in einem am Montag ausgestrahlten Interview des Kanals Rossija-1, des Flaggschiffs des staatlichen russischen Fernsehens.

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Weiter meint Kadyrow, dass die Deutschen als Verräter eine Strafe verdient hätten, damit sie ihren Platz verstehen würden. Der Rückzug der sowjetischen Truppen in den 1990er-Jahren aus dem heutigen Ostdeutschland sei eine falsche Entscheidung der damaligen Führung gewesen. Und das sollte seiner Meinung nach wieder geändert werden. Jetzt müsse man langsam wieder dort eindringen, "damit wir sie jederzeit kontrollieren können", sagt Kadyrow.

Kadyrow schießt gegen Scholz: "weich wie ein Panda"

In dem Propaganda-Interview wettert der Komplize Putins auch gegen den deutschen Kanzler Scholz. Der habe den russischen Präsidenten besucht und sich "weich wie ein Pandabär" gegeben. Jetzt spreche er vom Rednerpult mit hasserfüllten Äußerungen über Russland. Olaf Scholz solle "in die Schnauze" gehauen werden, meint Kadyrow.

Olaf Scholz bei den Gremiensitzungen der SPD nach der Abgeordnetenhauswahl im Willy-Brandt-Haus. Berlin, 13.02.2023 *** Olaf Scholz at the committee meetings of the SPD after the elections to the Hous ...
Den deutschen Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) bezeichnet Kadyrow weich wie ein Panda. Bild: IMAGO/Future Image / F. Kern

Aber das ist noch nicht alles. Kadyrow sorgt mit einem weiteren Interview für Wirbel.

Kadyrow will bis nach Polen durchdringen

Ein Berater des ukrainischen Innenministeriums, Anton Gerashchenko, teilt einen Ausschnitt eines weiteren Propaganda-Videos von Kadyrow. Darin zeigt sich der Politiker felsenfest überzeugt, dass Russland die ukrainischen Städte Odessa, Charkiw und Kiew einnehmen wird. "Wir weisen Ergebnisse auf, von denen der Westen, die Nato-Länder und die EU nicht einmal träumen können", sagt Kadyrow gegenüber seinen Vertrauten. Er verspricht mal wieder: "Wir werden durchbrechen und Polen erobern."

Putin hingegen nimmt seinen kläffenden Bluthund Kadyrow nun wohl straffer an die Leine.

Denn offenbar hat der russische Präsident nun eine Klatsche für den hin und wieder allzu lauten Tschetschenen vorbereitet: Er setzt nämlich General Alexander Lapin als Chef der russischen Bodentruppen ein. Dieser hatte Kadyrow in der Vergangenheit als "Versager" brüskiert.

Kommentatoren gehen davon aus, dass es sich mit diesem Schachzug weniger um eine Beförderung Lapins handelt, als vielmehr um einen Versuch, Scharfmacher wie Kadyrow auf die Plätze zu verweisen.

(Mit Material der dpa)

China zeigt neue tödliche Waffe: Roboter-Hunde mit Gewehren

Die Welt rüstet massiv auf: Im Jahr 2023 betrugen die globalen Militärausgaben 2.443.000.000.000 Dollar. Dies ist nicht nur der neunte Anstieg in Folge, sondern mit einem inflationsbereinigten Zuwachs von 6,8 Prozent auch der größte Anstieg seit 1990. Diese Daten kommen vom schwedischen Friedensforschungsinstitut Sipri. Es spricht vom höchsten weltweiten Rüstungsbudget seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1988.

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