"Eine neue Art der Kriegsführung" – britischer Verteidigungsminister greift Russland an

01.04.2018, 19:08

Nach Ansicht des britischen Verteidigungsministers Gavin Williamson hat "die Welt eine neue Ära der Kriegsführung betreten". Der russische Präsident Wladimir Putin versuche, andere Länder zu unterminieren, unter anderem durch Cyberattacken.

Der Anschlag auf den Ex-Doppelagenten Sergej Skripal vor vier Wochen sei eine "kaltblütige, chemische Attacke" gewesen und Putins Verhalten "bösartig", schrieb Williamson in der Zeitung "Sunday Telegraph".

"Wir sollten nicht vergessen, dass das der erste offensive Gebrauch eines Nervengifts in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg war."
Gavin Williamson
Sunday Telegraph
Was war geschehen?
Sergej Skripal und seine Tochter Julia waren am 4. März bewusstlos auf einer Parkbank im südenglischen Salisbury entdeckt worden. Sie waren nach britischen Angaben mit einem Kampfstoff vergiftet worden, der einst in der Sowjetunion hergestellt worden war.

Skripals Tochter Julia:

Bild: Facebook/Yulia Skripal

London hält Putin für den Drahtzieher des Anschlags. Der Kreml weist das strikt zurück und fordert Beweise für die Beschuldigungen. Der Streit löste eine schwere internationale diplomatische Krise aus. Moskau pocht unter anderem darauf, Kontakt zu Julia Skripal zu bekommen, der es inzwischen deutlich besser geht.

Ein Sprecherin des Außenministeriums sagte, man denke darüber nach. Es müssten aber auch gesetzliche Vorgaben und die Wünsche der Frau berücksichtigt werden. Sergej Skripal befindet sich weiter in einem kritischen Zustand. 

(ak/dpa)

Öl-Desaster vor Mauritius: Durch Riss im Rumpf droht der Frachter zu zerbrechen

Bei der Öl-Katastrophe vor Mauritius verschärft sich die Lage auf dem havarierten Frachter. Mit Hochdruck wird versucht, den restlichen Treibstoff abzupumpen. Deutschland und Japan sagen dem Urlaubsparadies Hilfe zu.

Der vor Mauritius havarierte Frachter droht in zwei Teile zu zerbrechen. Der Riss im Rumpf des auf einem Korallenriff aufgrund gelaufenen Frachters "Wakashio" habe sich ausgeweitet, teilte der japanische Betreiberkonzern Mitsui OSK Lines am Dienstag mit. Da das Schiff …

Artikel lesen
Link zum Artikel