International
Nach Ansicht des britischen
Verteidigungsministers Gavin Williamson hat "die Welt eine neue Ära
der Kriegsführung betreten". Der russische Präsident Wladimir Putin
versuche, andere Länder zu unterminieren, unter anderem durch
Cyberattacken.
Der Anschlag auf den Ex-Doppelagenten Sergej Skripal
vor vier Wochen sei eine "kaltblütige, chemische Attacke" gewesen und
Putins Verhalten "bösartig", schrieb Williamson in der Zeitung "Sunday Telegraph".
"Wir sollten nicht vergessen, dass das der erste offensive Gebrauch eines Nervengifts in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg war."
Gavin WilliamsonSunday Telegraph
Was war geschehen?
Sergej Skripal und seine Tochter Julia waren am 4. März bewusstlos auf einer Parkbank im südenglischen Salisbury entdeckt worden. Sie waren nach britischen Angaben mit einem Kampfstoff vergiftet worden, der einst in der Sowjetunion hergestellt worden war.
Skripals Tochter Julia:

Bild: Facebook/Yulia Skripal
London hält Putin für den Drahtzieher des Anschlags. Der
Kreml weist das strikt zurück und fordert Beweise für die
Beschuldigungen. Der Streit löste eine schwere internationale
diplomatische Krise aus.
Moskau pocht unter anderem darauf, Kontakt zu Julia Skripal zu
bekommen, der es inzwischen deutlich besser geht.
Ein Sprecherin des
Außenministeriums sagte, man denke darüber nach. Es müssten aber auch
gesetzliche Vorgaben und die Wünsche der Frau berücksichtigt werden.
Sergej Skripal befindet sich weiter in einem kritischen Zustand.
Die Krise betrifft auch Deutschland:
(ak/dpa)
Russische Truppen feierten zunächst ihre hinterlistige Aktion im Ukraine-Krieg. Nachdem ein Großteil von ihnen dabei gestorben ist, sind die Überlebenden nun offenbar auch dem Tod geweiht.
Seit dem überraschenden Vorstoß ukrainischer Truppen in die russische Region Kursk im August 2024 hatte sich die Lage dort zunächst zugunsten der Ukraine entwickelt. Ukrainische Streitkräfte besetzten zeitweise mehrere Ortschaften und etablierten eine Militärverwaltung.