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Treffen sich 2 Diktatoren – Sogar Fox macht aus Trump schon einen Despoten

11.06.2018, 08:5511.06.2018, 09:49

Im US-amerikanischen Nachrichtensendern muss es meist schnell und bewegt zugehen. Egal, um welche Meldung es gerade geht: Meist kommentieren gleich mehrere Moderatoren, Experten und Analysten live das Geschehen.

Da kommt es auch gerne mal zu geradezu Freudschen Versprechern.

So ist Donald Trump am Sonntag in Singapur gelandet, um den Gipfel mit dem nordkoreanischen Staatschef und Diktatoren Kim Jong-un vorzubereiten. Der Sender "Fox News" war live dabei – und dann geschah das hier:

Bei Minute 1:01 rutscht es der US-Fernsehmoderatorin der Sendung "Fox & Friends", Abby Huntsman, heraus: Sie bezeichnet die beiden Staatsoberhäupter Trump und Kim als "zwei Diktatoren" – auch ihre Gäste, darunter der frühere Sprecher des Weißen Hauses, bemerken nichts.

Lest hier alle Hintergründe zum Treffen zwischen Trump und Kim:

Huntsman hat sich bereits für ihren Freudschen Versprecher entschuldigt. Man muss dazu wissen, dass der konservative Sender Fox News nur sehr selten eine kritische Haltung gegenüber dem US-Präsidenten einnimmt.

(mbi)

Russische Frauen berichten: "Fernsehsender sagen, dass alles perfekt ist"
Die Aussagen zweier Ehefrauen von russischen Soldaten in einem Interview mit der "Washington Post" zeigen, wie die Propaganda in Russland verfängt – und sie erneuern die Darstellung einer Armee, in der vieles nicht nach Plan läuft.

Ende Oktober ruft ihr Ehemann Irina Sokolowa aus einem Wald in der Ukraine an. "Sie lügen im Fernsehen", erzählt er ihr mit weinerlicher Stimme und meinte damit die Propagandisten des staatlichen russischen Fernsehens. Dort werden russische Rückschläge in der Ukraine heruntergespielt, der Krieg mit kruden Narrativen einer großen westlichen Bedrohung Russlands durch die Vereinigten Staaten und Europa legitimiert.

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