International
USA

USA: Trump-Vizekandidatin Kristi Noem fordert in TV-Sendung Tod von Bidens Hund

South Dakota Gov. Kristi Noem speaks during the Conservative Political Action Conference, CPAC 2024, at the National Harbor, in Oxon Hill, Md., Friday, Feb. 23, 2024. (AP Photo/(AP Photo/Alex Brandon)
Kristi Noem ist Gouverneurin im US-Bundesstaat South Dakota.Bild: AP / Alex Brandon
USA

Trump-Vizekandidatin Kristi Noem mit krasser Forderung: Bidens Hund soll sterben

06.05.2024, 13:12
Mehr «International»

Der US-Wahlkampf kann mitunter skurril ablaufen und auch Themen behandeln, die im klassischen Sinne nicht allzu viel mit politischen Inhalten zu tun haben. Ein beliebter talking point: Hunde.

1952 hielt der republikanische Vize-Präsidentschaftskandidat Richard Nixon eine Rede, um Vorwürfe unzulässiger Wahlkampfspenden zu adressieren. Nixons politische Karriere hing zu dem Zeitpunkt am seidenen Faden, er drohte seinen Listenplatz zu verlieren.

In seiner Rede, die als "Checkers"-Speech in die Geschichte einging, gestand er die Vorwürfe, meinte aber, ein Geschenk unabhängig vom Wahlausgang behalten zu wollen: Einen schwarz-weißen Cocker Spaniel, den seine Kinder "Checkers" getauft hätten. Darauf erhielt er überwältigende Unterstützung, blieb als Kandidat bestehen und sorgte letztlich auch dadurch für die Wahl von Dwight D. Eisenhower zum Präsidenten.

Watson ist jetzt auf Whatsapp
Jetzt auf Whatsapp und Instagram: dein watson-Update! Wir versorgen dich hier auf Whatsapp mit den watson-Highlights des Tages. Nur einmal pro Tag – kein Spam, kein Blabla, nur sieben Links. Versprochen! Du möchtest lieber auf Instagram informiert werden? Hier findest du unseren Broadcast-Channel.

Über 70 Jahre später ist abermals ein Hund Teil des US-amerikanischen Wahlkampfs. Vor Kurzem erntete die republikanische Vizepräsidentschaftskandidatin Kristi Noem Kritik, weil sie in ihrem Buch "No Going Back: The Truth on What's Wrong with Politics and How We Move America Forward" geschrieben hatte, vor Jahren eine angeblich "untrainierbare" Hündin erschossen zu haben.

Trump-Verbündete Kristi Noem hat eigene Hündin getötet

Der britische "Guardian" hatte vor der Veröffentlichung in Auszügen aus Noems Buch zitiert. Darin habe die derzeitige Gouverneurin des US-Bundesstaats South Dakota, ihre 14 Monate alte Deutsch-Drahthaar-Hündin Cricket als Jagdhund "weniger als wertlos", bezeichnet. Noem: "Ich hasste diesen Hund."

Nachdem Cricket nach einem Jagdausflug aus Noems Wagen entkommen sei und Hühner angegriffen habe, sei ihr Entschluss gefallen. Laut eigener Aussage brachte sie die Hündin in eine Kies-Grube und erschoss sie dort. Selbiges Schicksal soll ihr zufolge auch mit "Commander", dem Hund von US-Präsident Joe Biden, passieren.

In der Politsendung "Face the Nation" von CBS News forderte Kristi Noem, dass Bidens dreijähriger Schäferhund nach dessen Ausfällen getötet werden solle.

"Joe Bidens Hund hat 24 Secret-Service-Mitarbeiter angegriffen", sagte Noem und fügte vielsagend hinzu: "Wie viele Menschen müssen angegriffen und gefährlich verletzt werden, bevor man eine Entscheidung über einen Hund trifft?"

Hund von Joe Biden hatte Secret Service angegriffen

Im Februar hatte der US-Sender CNN berichtet, dass Bidens Hund mehrfach auf dessen Secret-Service-Team losgegangen sei. Demnach hätte das Schutzprotokoll sogar überarbeitet werden müssen.

July 26, 2022, Washington, District of Columbia, USA: President JOE BIDEN posted a photo of himself on social media with his dog Commander after his virtual meeting with the Chairman of SK Group. Bide ...
Der Hund von Joe Biden, "Commander", musste nach mehreren Vorfällen das Weiße Haus verlassen. Bild: imago images/ ZUMA Wire

Aus einer Mail eines Agenten zitierte CNN, dass "die jüngsten Hundebisse uns herausfordern, unsere taktischen Einsätze anzupassen, sobald 'Commander' anwesend ist". Sie müssten "kreativ werden", um ihre eigene Sicherheit zu gewährleisten. Nach den Attacken musste der Hund das Weiße Haus verlassen.

Frankreich-Neuwahlen: So absurd verliefen die Tage seit Macrons Parlamentsauflösung

Die Europawahlen am vergangenen Sonntag sorgten in einigen Ländern für ein politisches Beben. In Deutschland wunderten sich viele Wähler:innen der Mitte und politischen Linken, wie viele Menschen die AfD trotz all der Skandale gewählt haben. Und hätte es eben diese Skandale nicht gegeben – die Remigrations-Enthüllungen, die Spionage- und Korruptionsvorwürfe, die SS-Verharmlosungen von Maximilian Krah –, dann hätte es wohl noch schlimmer kommen können.

Zur Story