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8 schnelle Argumente für Putins innige Liebe zu Donald Trump

16.07.2018, 08:22
  1. Trump attackiert die Nato und die EU. Und schwächt damit die seit 70 Jahren bestehende Allianz des "Westens". Die fand Russland seit dem zweiten Weltkrieg mal mehr, meist weniger gut. Putin hat mit einem geteilten Westen viele kleine, aber keinen großen Gegner mehr.
  2. Trump selbst liebt Diktatoren. Die Putins, Kims und Erdogans. Manchmal mag er sie sogar lieber als die Führer liberaler Demokratien. Damit untergräbt der Präsident den geistigen Führungsanspruch der USA und legitimiert die Regime der Illiberalen.
  3. Trump hält nichts vom Klimawandel. Er steigt aus Abkommen aus, dereguliert den Ölmarkt und kümmert sich nicht um die Luftverschmutzung. Öl und Gas sind die wichtigsten Einnahmequellen Russlands. Einfache Absatzwege und hohe Nachfrage sind gut fürs Geschäft.
  4. Trump hat den Iran-Deal kaltgestellt. Und zeigt damit, dass die USA sich nicht an Abmachungen hält. Warum sollte sich Putin also an internationales Recht halten? Mögliche Sanktionen gegen Iran lassen auch die Öl-Preise steigen – Der Rest: siehe Punkt 3.
  5. Trump hält die Türe zu den G7-Staaten offen. Er will also, dass Russland wieder mitmachen darf. Damit unterläuft er nicht nur die internationalen Sanktionen gegen Russland, er legitimiert auch deren Annektion der Krim.
  6. Trump hasst die Pressefreiheit. Er stellt Journalisten als Feinde der Bürger da. Damit unterstützt er jeden, der kritische Stimmen in einer Gesellschaft mundtot machen will, sowie Putin.
  7. Trump provoziert einen Handelskrieg mit seinen Alliierten. Er steigt aus Handelsabkommen wie TTP aus, will sich aus der Welthandelsorganisation zurückziehen. Das schwächt das internationale Handelssystem, China und die USA selbst. Russland kann nur profitieren.
  8. Trump glaubt, den IS besiegt zu haben. Deshalb will er möglichst die US-Truppen aus Syrien abziehen. Russland und der Iran können sich ungehindert zur Regionalmacht ausbreiten. Das bringt auch Israel dazu, immer mehr Kontakt nach Russland zu suchen.

(mbi)

Australien steht nach Parlamentswahl vor Regierungswechsel

Nach der Parlamentswahl in Australien steht das Land vor einem Regierungswechsel. Der bisherige Premierminister Scott Morrison gestand am Samstagabend (Ortszeit) seine Niederlage ein. Gewinner der Abstimmung und damit potenzieller neuer Regierungschef ist laut Hochrechnungen sein Herausforderer Anthony Albanese von der oppositionellen Labor-Partei. Der 59-Jährige hatte unter anderem mit Klima-Themen Wahlkampf gemacht und Maßnahmen angekündigt, um den unter der Inflation leidenden Menschen zu helfen.

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