Politik
International

China packt Überwachung in Schuluniformen: So soll das funktionieren

Bild
Bild: E+
International

China packt Überwachung in Schuluniformen: So soll das funktionieren

22.12.2018, 11:2222.12.2018, 11:22

"Smart"-Schuluniformen gegen das Schwänzen: Im Süden Chinas sollen Schüler mit Hilfe solcher Hightech-Uniformen vom Blaumachen abgehalten werden. Wie staatliche Medien unter Berufung auf den Hersteller der Kontrollgeräte berichteten, registrieren Chips in den Uniformen das Herein- und Herausgehen aus der Schule. Der "Global Times" zufolge greifen in den südlichen Provinzen Guizhou und Guangxi schon mindestens zehn Schulen auf diese Technik zurück.

"Wenn die Schüler die Schule betreten, helfen die Smart-Uniformen dabei, ein Foto oder Video von ihnen zu machen"

Das sagte der Grundschuldirektor Ran Ruxiang, dessen Einrichtung die Uniformen im November einführte. Mehr als die Hälfte der 1400 Schüler seien bereits damit ausgestattet.

  • Laut "Global Times" ertönt ein automatisches Alarmsignal, wenn Schüler ohne Erlaubnis die Schule verlassen
  • In Kombination mit Gesichtserkennungsgeräten an den Schultüren können die Smart-Uniformen auch erkennen, wenn Schüler das Kleidungsstück tauschen.
  • Die Schule verwende die Uniformen vor allem dafür, den Schülern Benachrichtigungen oder Hausaufgaben durch eine im Uniform-Chip integrierte App zukommen zu lassen.

Wie effektiv das Modell wirklich ist, ist dennoch fraglich: Die Uniformen hätten geholfen, die Anwesenheitsrate zu erhöhen, "allerdings nicht viel", sagte Schuldirektor Ran.

(mbi/afp)

Grünen-Abgeordneter: Merz ist Generationengerechtigkeit "völlig egal"
Kanzler Friedrich Merz hat in der Generaldebatte im Bundestag einen "Konsens der Generationen" angekündigt. Grünen-Abgeordneter Timon Dzienus glaubt ihm nicht, wie er gegenüber watson äußert.
Friedrich Merz hat seit Monaten Probleme, seinen Laden zusammenzuhalten. Mal ist es Stress mit den Koalitionspartnern der SPD, oft fehlt dem Kanzler auch der Rückhalt der eigenen Fraktion und zuletzt legte sich Merz mit einer ganzen Generation an: den "jungen Leuten".
Zur Story