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Unglück in Beirut löst weltweit Mitgefühl aus – Merkel bietet Unterstützung an

German Chancellor Angela Merkel addresses a plenary session at the European Parliament in Brussels, Belgium July 8, 2020. REUTERS/Yves Herman/Pool
Bundeskanzlerin Angela MerkelBild: reuters / YVES HERMAN
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Unglück in Beirut löst weltweit Mitgefühl aus – Merkel bietet Unterstützung an

05.08.2020, 06:30
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Nach den verheerenden Explosionen in der libanesischen Hauptstadt Beirut haben sich Staaten weltweit erschüttert gezeigt und ihre Hilfe angeboten, darunter in seltener Einigkeit auch Israel und der Iran. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und US-Außenminister Mike Pompeo sprachen den Angehörigen der Dutzenden Toten ihr Mitgefühl aus und boten Unterstützung an.

Zu den ersten Ländern, die ihre Hilfe zusagten, gehörten die Golfstaaten. Katar will demnach Feldlazarette zur Versorgung der tausenden Verletzten schicken. Kuwait sagte die Entsendung medizinischer Nothilfe zu. Jordaniens Außenminister Aiman Safadi erklärte, sein Land sei zu jeder Hilfe bereit, die der Libanon nun benötige.

Ähnlich äußerte sich der Iran. Sein Land bete zudem für das "großartige und widerstandsfähige Volk des Libanon", twitterte Außenminister Mohammed Dschawad Sarif und fügte hinzu: "Bleib stark, Libanon".

Selbst Israel, das sich formell immer noch im Krieg mit dem Nachbarn befindet, bot humanitäre Hilfe an: Über die internationalen Vermittler hätten Verteidigungsminister Benny Gantz und Außenminister Gabi Aschkenasi "medizinische und humanitäre sowie sofortige Nothilfe angeboten", hieß es in einer Erklärung.

Frankreichs Außenminister Jean-Yves Le Drian erklärt, sein Land sei bereit, die Unterstützung zu leisten, die von der libanesischen Regierung als notwendig erachtet werde.

Auch Russland kondoliert

Russland Präsident Wladimir Putin erklärte, sein Land teile den Schmerz des libanesischen Volks und hoffe, dass alle Verletzen rasch wieder genesen werden.

Ägypten äußerte sich unterdessen "tief besorgt" über die Zerstörungen. Der Chef der Arabischen Liga, Ahmed Abul Gheit, äußerte sein Beileid und betonte gleichzeitig die "Notwendigkeit, die Wahrheit über die Explosionen herauszufinden".

(lin/afp)

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